Veranstaltungsberichte

Hier lesen Sie Berichte zu den von uns durchgeführten Veranstaltungen.

 

 

84. Mitgliederversammlung 2018 in Lübeck                   

Am 15. Juni 2018 fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung in der Hanse- und Marzipanstadt Lübeck statt. Unser Präsident, Dr. Eike Bielak, begrüßte die Teilnehmer und Gäste und stellte die üblichen Regularien fest. Die Tagesordnung 2018 und das Protokoll der Mitgliederversammlung von 2017 wurden in der vorgelegten Form genehmigt.

Auf der Tagesordnung standen u. a. die Berichte des Präsidenten und der Geschäftsführung, der Jahresabschluss 2017 sowie der Haushaltsvoranschlag 2018 und die Beitragsordnung 2018.

In ihren Berichten stellten Dr. Bielak und Dr. Pott die Verbandsarbeit des abgelaufenen Geschäftsjahres dar. Diese wurde schwerpunktmäßig vom Tarifgeschehen, dem Problem des Fachkräftemangels, der Arbeit an Normen, Merkblättern und Regelwerken, der Mängelhaftung und Neuregelungen des Baurechts bestimmt. Es wurde über die Entwickklung der Bauwirtschaft im zurückliegenden Jahr sowie die konjunkturellen Aussichten für das laufende Jahr berichtet.          

Foto: VBF Nord

Den Teilnehmern konnte ferner mitgeteilt werden, dass mit mehreren Verbänden eine gemeinsame Erklärung zu den Anforderungsdokumenten veröffentlicht wurde. Des Weiteren, dass sich über 30 Verbände an einer Verbändeinitiative Schwerlastverkehr beteiligt haben.

Die Versammlung genehmigte einstimmig sowohl den Jahresabschluss 2018 als auch den Haushaltsvoranschlag 2018 und die Beitragsordnung 2018.

 

                                                                        

                                                                        Foto: VBF Nord

Da beide Rechnungsrpüfer am Tag der Mitgliederversammlung terminlich verhindert waren, verlas Bernd Heuchert den Rechnungsprüfungsbericht vom 23.05.2018. Beide Rechnungsprüfer bestätigen in ihrem Bericht, dass die zur Verfügung stehenden Mittel bestimmungsgemäß verwendet wurden. Dem Vorstand und der Geschäftsführung wurden einstimmig Entlastung erteilt.

Die Mitgliederversammlung 2019 wird am Freitag, den 14. Juni 2019 im Raum Niedersachsen/Hamburg stattfinden.                                                                       

 

Arbeitskreis Kleinkläranlagen

Am 23. Mai 2018 fand die 17. reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Das InformationsZentrum Beton (IZB) hat mit dem Layout des im Arbeitskreis erarbeiteten Merkblatts "Kleinkläranlagen aus Beton - Planung, Betrieb und Wartung" begonnen. Kleine Korrekturen wurden bereits eingepflegt, so dass die Veröffentlichung auf der Homepage des IZB und als Printexemplar zeitnah ansteht. Neben den beteiligten Verbänden Fachverband Baden-Württemberg, dem Bayerischen Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden - Fachgruppe Betonbauteile, dem Unternehmerverband Mineralische Baustoffe, dem Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Sachsen/Thüringen und dem Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord gebührt den Teilnehmern des Arbeitskreises besonderer Dank, dass sie viel Zeit und Mühen für die gesamte Branche investiert haben.

Eine Schlichtungsverhandlung zur geplanten Veröffentlichung des Merkblatts A 221 ist am 18.05.2018 in Magdeburg erfolglos geblieben. Zwischen Vertretern des Bildungs- und Demonstrationszentrums für dezentrale Abwasserbehandlung (BDZ), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit konnte erneut keine Einigung erzielt werden. Aktueller Stand ist, dass der Anhang C "Anforderungen an die Betriebsanleitung für Einbau, Betrieb und Wartung von Kleinkläranlagen" gestrichen werden soll. Der strittige Anhang B "Bemessung von Abwasserbehandlungsanlagen zur Einhaltung von § 57 und § 60 WHG - Hinweise für die Planung und Skalierung von Kleinkläranlagen" soll allerdings weiter bestehen bleiben. Auch in weiteren umstrittenen Abschnitten wurden nur marginale Änderungen vorgenommen. Da auch in der Schlichtung keine Einigung erzielt wurde, wird es nun zum Schiedsverfahren kommen. Ein Ergebnis wird hier nicht vor September 2018 erwartet.

Die neue DIN EN 12566 wird vermutlich Ende 2018/Anfang 2019 veröffentlicht und harmonisiert werden, so dass es endlich wieder eine aktuelle Norm gibt, auf deren Grundlage eine CE-Kennzeichnung erfolgen kann. Die aktuelle Version beinhaltet allerdings nur wenige technische Neuerungen. Für eine umfassende technische Überarbeitung sollen bis zum Ende des Jahres noch Textvorschläge erarbeitet werden. Unter anderem werden zu den Themen "Remote Control", "heimliche Entschlammung beim Badewannenstoß", "Nachrüstsätze" und "Überfahrbarkeit" deutsche Vorschläge erarbeitet, die bei der nächsten Sitzung der WG 41 präsentiert werden sollen. Für die Nachrüstsätze wird für eine ausgewählte Anlage eine europäisch technische Bewertung erstellt. Diese soll dann als Grundlage für die Kennzeichnung für alle Anlagen normativ verankert werden.

Nach mehrfachen Anfragen bei der WG 41 wurde die Möglichkeit eingeräumt, den Scope der EN 12566 zu ändern und die Möglichkeit der Befahrbarkeit aufzunehmen. Hierzu wurde bereits eine kleine Arbeitsgruppe installiert, die einen Textvorschlag erarbeiten wird.

Der Arbeitskreis stützt den vom BDZ erarbeiteten Vorschlag zur Änderung der Abwasserverordnung. Kernpunkt in diesem Entwurf ist der Erhalt der Einhaltefiktion, die auf Basis der CE-Kennzeichnung erfolgen könnte. Der Vorschlag wurde bereits an die einzelnen Bundesländer verschickt.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises soll im Herbst stattfinden. Ein genauer Termin wurde noch nicht vereinbart, da die branchenrelevanten Arbeiten zunächst in einer kleinen Arbeitsgruppe "Überfahrbarkeit von Kleinkläranlagen" stattfinden wird.

 

IFAT 2018 Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft

Vom 14. bis 18. Mai 2018 fand in München die Weltleitmesse IFAT statt, bei der die gesamte Angebotspalette der Umwelttechnologiebranche mit den Bereichen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft abgedeckt werden. Die diesjährige Messe wurde aufgrund der großen Nachfrage nochmals um zwei Hallen erweitert, so dass sich die Besucher während der fünf Messetage umfassend informieren konnten.

Unter den rund 3.300 Ausstellern präsentierten sich auch zahlreiche Unternehmen der Betonbranche aus den Bereichen Rohre, Schächte und Kleinkläranlagen. Die deutschen Hersteller von Kleinkläranlagen nutzten die Messe für ein Arbeitsgespräch der Herstellervereinigung im Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e.V. (BDZ). Dort wurden neben den europäischen und nationalen Tätigkeiten in der Normung auch der aktuelle Stand bezüglich der Schlichtung zwischen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) bezüglich des Merkblatts 221 erläutert und wie weiterhin bei der Änderung der Abwasserverordnung vorgegangen werden soll.

Der Vorschlag zur Änderung der Abwasserverordnung wurde bereits an das Bundesministierum für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) beziehungsweise das Vorgängerministerium übersandt. Kernpunkt des Vorschlags ist, dass die bislang praktizierte Einhaltefiktion auch über die CE-Kennzeichnung erreicht wird und sich somit für die genehmigenden Behörden bei der Erteilung einer Einleitgenehmigung quasi nichts ändert. Zur Umsetzung fehlt letztlich nur die Zustimmung der einzelnen Bundesländer in der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA).

Bei den Verhandlungen mit der DWA über das geplante Merkblatt hängen die Verhandlungen weiterhin am Anhang B, der für Innovationen der Hersteller sehr hinderlich wäre. Der Anhang ist zwar informativ, befürchtet wird allerdings, dass die Behörden diesen trotzdem als Grundlage für die Bewertung heranziehen werden.

Die nächste IFAT findet vom 4. bis 8. Mai 2020 in München statt.

                                    

     

NAW AA Kleinkläranlagen

Auf der Sitzung des Normenausschusses Kleinkläranlagen am 3. Mai 2018 in Berlin wurde Dr. Ingo Töws vom Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e. V. (BDZ) zum neuen Obmann des Normenausschusses gewählt, da die bisherige Obfrau Frau Schürmann den Normenausschuss zukünftig nur nach als Gast begleiten möchte. Als neuer stellvertretender Obmann wurde Elmar Lancé vom Prüfinstitut für Abwassertechnik GmbH (PIA) gewählt. Als deutsche Vertreter zum CEN/TC 165/WG 41 "Small type sewage treatment plants (< 50 inhabitants)" werden entsendet: Dr. Töws (BDZ), Herr Hartstock (Deutsches Institut für Bautechnik); Herr Lancé (PIA), Herr Gester (ATB Umwelttechnologien GmbH) und Dr. Ewert (VBF Nord).

Für die Neuregelung der "heimlichen" Entschlammung in Folge der während der Prüfung zur Feststellung der Reinigungsleistung durchzuführenden Badewannenstöße hat die WG 41 um eine Ausarbeitung eines Vorschlags gebeten, wie diese Umstand in der zukühftigen DIN EN 12566-3 Kleinkläranlagen für bis zuj 50 EW - Teil 3: Vorgefertigte und/oder vor Ort montierte Anlagen zur Behandlung von häuslichem Schmutzwasser geregelt werden kann. Die Neufestlegung von Zeitpunkten der Beprobung stellen im eigentlichen Sinne keine umfassende Änderung der EN 12566-3 darf und könnten sofort eingearbeitet werden. Eine vollständige technische Revision könnte in der neu zu bearbeitende Version im Jahr 2022 erfolgen.

Ebenfalls auf positives Echo stieß der Vorschlag der deutschen Delegation zur Regelung des Themas "Remonte Control". Hierzu soll ein vollständiger Nomentext ausgearbeitet werden.

Die DIN EN 12566-4 wird zukünftig gestrichen. Dessen Inhalte werden sinngemäß mit dem bisherigen Teil 1 zusammengeführt.

Auch auf das Einwirken der Hersteller von Kleinkläranlagen aus Beton soll für die Revision der DIN EN 12566-3 ein neues "Work item" für die Revision der Norm beantragt werden in dem die Überfahrbarkeit normativ geregelt werden soll. Diese ist bislang aufgrund des Anwendungsbereichs vollkommen ausgeschlossen. Hierzu wird ebenfalls ein Normentext ausgearbeitet und bei der WG 41 vorgestellt.

Auch das Thema Nachrüstsätze soll zukünftig durch einen Vorschlag der nationalen Normengruppe in der DIN EN 12566-3 geregelt werden. Vorarbeiten hierzu werden in einer kleinen Arbeitsgruppe ausgearbeitet.

Die nächste Sitzung der CEN/TC 165/WG 41 findet am 17. und 18.01.2019 in Berlin statt. 

Die nächste Sitzung des nationalen Normungsgremiums findet am 20. und 21.09.2018 statt, um die Arbeiten an DIN 4261-1 Kleinkläranlagen - Teil 1: Anlagen zur Schmutzwasservorbehandlung fortzusetzen und eventuell abzuschließen. Die Überarbeitung der Norm soll möglichst kurzfristig abgeschlossen werden, da diese die einzigen verfügbaren Bemessungsregeln in Deutschland sind. 

               

 27. JUNGUnternehmertreffen der Beton- und Fertigteilindustrie

Am 26. und 27. April fand unter ausgesprochen reger Beteiligung das 27. JUNGUnternehmertreffen in Leopoldshagen, Greifswald und Stralsund statt.

Auf Einladung der Firma Abwassertechnik Terrazzo und Fertigteil GmbH (ATF) und der Verbände reisten 33 Mitglieder und Mitarbeiter an die malerische Ostseeküste. Herr Blumenthal und Herr Matschal von ATF nahmen das 60-jährige Firmenjubiläum gerne als Anlass für die Einladung zum JUNGUnternehmertreffen. Den Teilnehmern bot sich am Rade der Besichtigung und in historischer Atmosphäre in der Gaststätte "Torschließerhaus" in Stralsund ausreichend Gelegenheit zum Austausch untereinander.

Nach der teilweise sehr langen Anreise wurden die Teilnehmer mit einem zünftigen Mittagsimbiss bei der Firma Abwassertechnik Terrazzo und Fertigteil GmbH erwartet. Gut gestärkt wurde die Gruppe vom Geschäftsführer Herrn Blumenthal begrüßt und in einem kurzen Vortrag ein Überblick über die nunmehr 60jährige Geschichte sowie die Produktpaltette gegeben. Auf einem Rundgang über das Firmengelände konnten nahezu alle Produkte vom Schachtring und Schachtunterteil bis zu individuell gefertigten Terrazzo- und Sichtbetonelehmente begutachtet werden. Neben klassischen landwirtschaftlich genutzten Produkten wie Fahrsilowänden und Legosteinen werden seit neuestem auch Betonreiter für eine neue Gaspipeline produziert.

 

                                         

"Strahlende" Gesichter gab es bei der anschließenden Besichtigung des stillgelegten Kernkraftwerks Lubmin bei Greifswald. Das Kernkraftwerk war das größere der beiden betriebenen Kernkraftwerke der ehemaligen DDR. Es wurde ab 1974 schrittweise in Betrieb genommen, 1990 abgeschaltet, im Jahr 1995 endgültig stillgelegt und befindet sich seitdem im Abriss. Der heutige Eigentümer, die Entsorgungswerke für Nuklearanlagen, sind verantwortlich für den Rückbau der gesamten Anlage. Hierbei sind alleine ungefährt 1,2 Millionen Kubikmeter Beton zu entsorgen. Überraschen war für alle Teilnehmer die erstaunlich hohe Recyclingrate von fast 99 %. Lediglich 1 % ist zu stark mit Radioaktivität belastet und muss zwischen- bzw. endgelagert werden. Die meisten Abfälle könne mit Hochdruckwasserstrahlen gereinigt werden. Das verschmutzte Wasser wird dann im Verdampfer in Wasserdampf und radioaktives Material getrennt. Gereinigte Werkstoffe werden nach einer sogenannten Freimessung und nicht bedenklicher Radioaktivität an Recyclingunternehmer veräußert. Besichtigt wurde Reaktorblock 6, der 1990 fertiggestellt wurde, aber nicht mit Brennelementen bestückt wurde und somit bedenkenlos besichtigt werden konnte. Auf einem kurzweiligen Rundgang wurde die Funktionsweise eines Druckwasserreaktors erläutert, aber auch zahlreiche Anekdoten aus der Bauphase zum Besten gegeben.

                                                                  

Dienstbeginn am nächsten Morgen war um 8.30 Uhr in der Marinetechnikschule Parow. Auf einer sehr unterhaltsamen Führung über das Kasernengelände wurden zahlreiche maritime Fachbegriffe wie Bock (Bett), Reinschiff (saubermachen) oder aufklaren (aufräumen) erläutert. Der ehemalige Standort der Volksmarine wurde ab November 1992 in einem der größten Investitionsprojekte der Bundeswehr in der ehemaligen DDR als völlig neuer Standort erschaffen, in den nur weinige der Bestandsgebäude integriert wurden. Dort unterrichten ca. 600 Ausbilder pro Jahr etwa 4000-6000 Soldaten in den verschiedensten Tätigkeitsbereichen der Bundesmarine. Schwerpunkte der Besichtigung waren die Bereiche Waffentechnik und der Besuch des ehemaligen Minenjadbootes "Ensdorf", das jetzt als Ausbildungshulk in Parow vertäut liegt. Im Bereich Waffentechnik wurden neben den beiden Standardgeschützen auf fahrenden Marineeinheiten, dem mittelkalibrigen Automatikgeschütz MLG 27 und eine Marine Einzel-Turm-Lafette 76mm L/62 METL OTO Melara, auch ein flugkörperbasiertes Nahbereichsverteidigungssystem RIM-116 RAM (Rolling Airframe Misssile) besichtigt, das auch auf den neusten Einheiten wie den Korvetten der Braunschweig-Klasse und den Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse verwendet wird. Bei einem kurzen Rundgang durch das ehemalige Minenjagdboot "Ensdorf" erläuterten die Ausbilder den ehemaligen und heutigen Einsatzzweck des Bootes. Zu guter Letzt fanden sich alle Teilnehmer zum "Backen und Banken" (Essen) in der Messe ein.

                                                            

 

Arbeitssicherheitsseminar mit BG RCI in Magdeburg

In gewohnter Weise fand am 25.01.2018 ein Seminar zur Arbeitssicherheit statt. Insgesamt 20 Teilnehmer des Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und des Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. (VBF Nord) wurden von den Aufsichtspersonen Wolfgang Bartsch und Peter Graap (beide BG RCI) über die verschiedenen Angebote der BG RCI informiert.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde präsentierte Herr Graap kurz einige aktuelle Beispiele von Arbeitsunfällen aus der Branche aus dem abgelaufenen Kalenderjahr. Ergebnis war, dass alle Unfälle hätten vermieden werden können. Auch in den Statistiken bewegt sich die Branche insgesamt auf einem nicht zufrieden stellenden Niveau. Insbesondere die Anzahl und Schwere von Wegeunfällen hat in den letzten Jahren zugenommen.

Während des Tagesseminares wurden den Teilnehmern die von der BG RCI erhältlichen Materialien und Angebote kurz erläutert. Insbesondere die Kampagne "Vision Zero" mit den sieben Erfolgsfaktoren, anhand denen geprüft werden kann, welchen Stand die Sicherheit und Gesundheit im eigenen Betrieb hat. Dazu gehört auch das Merkblatt "12 Lebensretter", das in unterschiedlichen Versionen für Beschäftigte und Führungskräfte erhältlich ist. Zur Durchführung von Unterweisungen im Betrieb stehen neben den Unterlagen in Papierform auch kleine Filme zur Verfügung, mit denen die Unterweisung lebendiger gestaltet werden kann.

Ende 2018 wird die neue Branchenregel "Betonfertigteile" erscheinen, mit der der Betonfertigteilbranche ein umfassendes Informationsheft zum Thema Arbeitssicherheit zur Verfügung gestellt wird.

 

NAW AA Kleinkläranlagen

Die Sitzung des Normenausschusses Kleinkläranlagen fand am 29. November 2017 in Aachen statt.

Erfreulicherweise wurde im europäischen Normengremium in der WG 41 über die normative Verankerung der Überfahrbarkeit in der neuen Ausgabe der EN 12566 diskutiert und sogart die Überlegung in Betracht gezogen, die statische Berechnung von Behältern zu regeln. Hierzu wird von den französischen Kollegen ein Entwurf erarbeitet, der im Frühjahr 2018 vorliegen soll. Dieser wird dann in Deutschland von einer Expertengruppe diskutiert und die Machbarkeit eruiert.

Weitere Themen auf europäischer Ebene waren die stille Entschlammung und eine "Remote Control". Die stille Entschlammung wird insbesondere bei Behältern mit zu kleinem Volumen problematisch, da sich diese nach dem Badewannenstoß unplanmäßig selbst entschlammt. Hier soll eine Überarbeitung der Messmethodik auf dem Prüffeld erreicht werden, so dass unsachgemäß abgeführter Schlamm durch eine Beprobung nach dem Badewannenstoß identifiziert werden soll. Beim Thema "Remote Control" gab es anscheinend unterschiedliche Auffassungen, ob damit nur ferngewartet oder auch ferngesteuert werden darf. Im nationalen Normenausschuss wurde hierzu beschlossen, dass auch eine Fernsteuerung möglich sein muss, da ein Verbot einer solchen Einrichtung extrem innovationshemmend für die deutschen Hersteller wäre. Ausgeschlossen werden muss allerdings, dass der Hersteller auf in der Beprobung befindliche Anlagen einwirken kann. Möglich wäre dies über eine lückenlose Offenlegung des Datenaustausches der Anlage während diese auf dem Prüffeld getestet wird. Hierzu wird eine kleine Arbeitsgruppe einen Vorschlag erarbeiten.

Nach einer intensiven Diskussion wurde entschieden, die Normen DIN 4261-1 und DIN 4261-5 nicht zurückzuziehen, sondern grundlegend zu überarbeiten. Ein Großteil der enthaltenen Ansätze sind bereits in anderen Normen geregelt und sollen folglich gestrichen werden. Einige dort enthaltene Bemessungsansätze entsprechen zwar nicht mehr ganz dem Stand der Technik, sind allerdings die einzigen Hinweise zur Dimensionierung und sollen erhalten bleiben. Der Teil 5 soll zudem um Sickerblöcke ergänzt werden.

Die nächste Sitzung des NA 119-05-04 AA findet am 3. Mai 2018 in Berlin statt.

 

BIBM Wastewater Engineering

Am 28. November 2017 fand bei der Federatie van de Betonindustrie (FEBE) die dritte Sitzung des Arbeitskreises "Wastewater Engineering" für Rohre und Schächte unter Leitung von Alessio Rimoldi vom Bureau International du Béton Manufacturé (BIBM), dem europäischen Fertigteilverband statt.

Im europäischen Ausland, insbesondere in Großbritannien, Irland und im skandinavischen Raum wird die Konkurrenz durch Kunststoffprodukte für den Abwasserbereich sehr erdrückend. Geeinigt wurde sich darauf, dass die Dauerhaftigkeit von Betonrohren und -schächten sowohl marketingtechnisch als auch normativ mehr in den Fokus gerückt werden soll. Zudem weist Beton einen wesentlich besseren Widestand gegenüber Hochdruckreinigungsmethoden auf, der ebenfalls besser vermarktet werden soll. Hierzu soll eine Übersicht erstellt werden mit welchen Methoden in der Praxis gearbeitet wird und wie hoch der Druck beim Spülen üblicherweise ist.

Zusätzlich ist geplant, einen Teilnehmer aus der Gruppe in den TC 165 und den TC 155 zu entsenden, um dort zu beobachten, welche Normungsaktivitäten im Bereich Kunststoffrohre und -schächte ablaufen.

In Schweden gab es eine Kampagne zum Thema "Mikroplastik" die dafür gesorgt hat, dass Entwässerungsgegenstände aus Kunststoff, sofern möglich, wieder durch Produkte aus Beton ersetzt wurden.

Die nächste Sitzung findet am 16. März 2018 in Brüssel statt.

 

bbs AA Technik und Normung

Auf der Sitzung des Arbeitsausschusses Technik und Normung am 22. November 2017 beim Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden standen erneut die von mehreren Verbänden erarbeiteten gemeinsamen Anwendungsdokumente im Fokus. Das Konzept der Anforderungsdokumente wurde im Anschluss an die Sitzung in einer gemeinschaftlichen Erklärung zahlreicher Verbände und Kammern bei der Bundesarchitektenkammer als geeignetes Mittel zur zukünftigen Nachweisführung für Bauprodukte vorgestellt. Die Anwendungsdokumente solle allen am Bau Beteiligten Rechtssicherheit für die Anwendung und das Verbauen von Bauprodukten geben, für die früher neben dem CE-Kennzeichen noch ein Ü-Zeichen erforderlich war.

Bei der Sitzung wurde durch den Gastredner Dr. Katthage vom Deutschen Institut für Bautechnik allerdings deutlich, dass das DIBt neben diesem, von zahlreichen Verbänden und Institutionen erarbeiteten und getragenen Weg, einen weiteren Weg auf Grundlage von kostenpflichtigen, privatrechtlichen Gutachten durch das DIBt etablieren möchte.

Im Frühjahr 2018 wird es eine Sondersitzung beim bbs geben, in der erneut die Bauproduktenverordnung zentrales Thema sein wird. Nach Meinung der Kommission sollte die Bauproduktenverordnung grundlegend überarbeitet werden, was von den beteiligten Verbänden als kritisch angesehen wird, da diese Überarbeitung erst in Jahren fertiggestellt sein würde. Stattdessen wird vom bbs präferiert die Bauproduktenverordnung nur punktuell zu ändern bzw. anders auszulegen, da sich die Praxis mittlerweile auf die vorhandene Version eingestellt hat.

Beim Thema Building Information Modeling (BIM) und Smart CE sind die Aktivitäten aus der Baubranche noch relativ gering. Das soll in den nächsten Monaten geändert werden, da die zugehörigen Normen dann ausschließlich von Informatikern entwickelt werden, denen nicht bewusst ist, was die Hersteller an Informationen liefern können und was die Anwender auf der Baustelle und in den Planungsbüros benötigen.

Die Termine für die nächsten Sitzungen sind der 17. Mai und der 22. November 2018, jeweils beim bbs in Berlin.

 

IAB-Wissenschaftstage

Am 15. und 16. November 2017 faden in Weimar die Wissenschaftstage des Institut für Angewandte Bauforschung statt. Auch in diesem Jahr wurden wieder zahlreiche innovative Baustoffe, Bauprodukte, digitalisierte Prozesse und smarte Technologien rund um den Beton vorgestellt, die der Branche ein zukunftsweisendes und umweltgerechtes Wirtschaften ermöglichen soll. Die Veranstaltung lockte an beiden Tagen mehr als 280 Teilnehmer in die Kulturstadt Weimar.

Die Vorträge aus den Bereichen Baustoffe, Verfahren/Ausrüstung und Betonfertigteile/Betonwaren zeigten allesamt wie Forschungsansätze möglichst praxisnah gestaltet und deren Ergebnisse in die Praxis implementiert werden können.

Im Bereich Baustoffe stand neben der Herstellung auch die Analyse mittels hochauflösender Computertomographie im Fokus sowie die Verwendung neuartiger Betonzusatzstoffe. Abgeschlossen wurde der erste Veranstaltungstag von zahlreichen Vorträgen rund um das Thema Recycling von Beton.

Am zweiten Veranstaltungstag lag der Schwerpunkt beim Thema Betonfertigteile, wobei insbesondere auf hochwertige innovative Fassaden eingegangen wurde. Neben klassischen Betonfassaden wurde auch die Herstellung und Verwendung von Fassadenelemente aus Textil- und Carbonbeton vorgestellt, sowie dünne vorgespannte Betonplatten und hierzu passende Befestigungs- und Verbindungstechniken.

Die nächsten Wissenschaftstage finden am 14. und 15. November 2018 in Weimar statt.

 

Rohre und Schachtbauwerke - Moderner Kanalbau mit Beton und Stahlbeton

Ein voller Erfolg waren die zwei Veranstaltungen zum Thema "Rohre und Schachtbauwerke - Moderner Kanalbau mit Beton und Stahlbeton". Der Einladung am 9. November nach Leipzig und am 16. November nach Hamburg folgten insgesamt über 160 Teilnehmer. Organisiert wurden die Veranstaltungen in enger Zusammenarbeit zwischen dem InformationsZentrum Beton (IZB), dem Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und dem Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. (VBF). Es wurde ein interessantes Programm gestaltet, das insbesondere Teilnehmer aus dem Bereich öffentlicher Hand sowie Tiefbaufirmen anlockte.

Nach einem interessanten Einstieg in das Thema Beton im Abwasserbereich konnte sehr schnell dargelegt werden, dass Probleme und Schadensfälle üblicherweise nicht am Werkstoff Beton liegen, sondern häufig Fehler in der Planung oder sogar Nutzungsfehler die Ursache sind.

Ein mögliches "neues" Anwendungsgebiet sind sog. Infrastrukturkanäle, die es aber tatsächlich seit den 1870er Jahren insbesondere in Deutschland gibt. Problematisch hierbei ist nicht die technische Umsetzung sondern die Nutzung durch verschiedene Leitungsträger der unterschiedlichen Medien, die in einem Infrastrukturkanal verlegt werden können.

Der Themenblock zu Betonrohren und Schächten und deren sach- und fachgerechter Einbau bzw. Verlegung stieß bei den Anwendern auf großes Interesse, da vielen nicht bewusst ist, welche Kennzeichnungen verwendet werden dürfen und welche Qualität sich darin widerspiegelt. Auch im Bereich Einbau und Verlegung wurde durch die Überarbeitung zahlreicher Merkblätter und Normen ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung der Qualität erzielt.

Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge was Beton in Kontakt mit Abwasser erfüllen muss und welche Mikroorganismen schädigend auf die unterschiedlichen Werkstoffe im Abwasserbereich wirken.

Fazit der Veranstaltungen ist, dass Beton nach wie vor der einzige Werkstoff im Abwasserbereich ist, dessen Dauerhaftigkeit bereits seit Jahrtausenden nachgewiesen ist und der auch in heutiger Zeit bei vernünftiger Planung sowie angemessener Instandhaltung und Sanierung eine Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren erreichen kann. 

 

15. Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen

Am 14. November 2017 fand die 15. reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden Teilnehmer/innen, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Abgeschlossen wurden die Arbeiten am Merkblatt Kleinkläranlagen aus Beton - und Planung, Einbau und Betrieb. Erfreulicherweise wird erneut das InformationsZentrum Beton (IZB) als Kooperationspartner den beteiligten Verbänden zur Seite stehen und das Merkblatt im Corporate Design des IZB veröffentlichen. Geplant ist eine Veröffentlichung pünktlich zu den Ulmer BetonTagen 2018. Das Merkblatt soll den Herstellern von Kleinkläranlagen aus Beton insbesondere in der Kommunikation mit den Unteren Wasserbehörden und anderen Entscheidern eine Hilfestellung bieten. Die Erstauflage wird bei 2.500 Exemplaren liegen.

Zwischen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und der Herstellervereinigung im Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e. V. (BDZ) gab es noch keine endgültige Klärung, ob das Merkblatt M 221 von der DWA so veröffentlicht wird oder nicht. Hierzu werden im Dezember weitere Gespräche geführt.

Im europäischen Normungsgremium gibt es Bestrebungen die Überfahrbarkeit von Kleinkläranlagen normativ zu regeln, was von den Herstellern des Arbeitskreises begrüßt wird. Grundlage soll die europäische Norm zu Fettabscheidern sein.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet am 14. Februar 2018 in Großburgwedel statt.

 

Prävention mit allen geeigneten Mitteln - Arbeitssicherheitsseminar mit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)

Am 7. November 2017 fand unter reger Beteiligung von Herstellerfirmen des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und des Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. (VBF) ein Seminar zur Arbeitssicherheit in Beton- und Fertigteilwerken statt. Das Seminar wurde von den Aufsichtspersonen Maik Schlademann und Kai Rabald von der BG RCI informativ und lebhaft mit zahlreichen Praxisbeispielen gestaltet.

Zur Umsetzung der Präventionsstrategie "Vision Zero" werden von der BG RCI zahlreiche geeignete Mittel und Maßnahmen ergriffen, um den Firmen zu helfen, die Anzahl der Arbeitsunfälle deutlich zu reduzieren. Die Maßnahme läuft bereits seit 2015 und sol bis 2024 eine Halbierung der Unfallzahlen erzielen.

Eine Gefährdungsbeurteilung bzw. -analyse eines Arbeitsplatzes bzw. Arbeitsschrittes wurde in Kleingruppen eigenständig erarbeitet und anschließend kurz vorgestellt. Hierzu wurden Vordrucke der BG RCI gentutz, die nur ein Baustein der zahlreichen Medienangebote und Unterweisungshilfen darstellen. Auch der GDA-Orgacheck, der von Bund, Ländern, Unfallversicherungsträgern und Sozialpartnern im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie - GDA - initiiert wurde, soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen, ihren Stand beim Arbeitsschutz zu bewerten und in einem Bechmarking mit anderen Unternehmen mit gleicher Mitarbeiterzahl und Produktion zu vergleichen. Der Orgacheck ist sowohl online und auch als App erhältlich.

Neben den Präventionsangeboten gaben die Herren Schlademann und Rabald wertvolle Tipps für die Schulung von Mitarbeitern in Sachen Arbeitssicherheit. Zudem steht die BG RCI gerne beratend zur Seite sobald in den Mitgliedsbetrieben neue Anlagen oder neue Techniken installiert werden sollen, um diese mit den Firmen zusammen arbeitsschutztechnisch zu analysieren und zu bewerten.

Abschließend wurden Teile der neuen ca. 143 seiten starken Branchenregel DGUV Regel 113-602 für die Betonfertigteilbranche vorgestellt, an der auch unsere Mitgliedsunternehmen mitgearbeitet haben. Die Branchenregel wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 erscheinen. Das nächste Seminar zur Arbeitssicherheit findet am 25. Januar 2018 in Magdeburg statt.

 

10. Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter

Am 17. Oktober 2017 fand in Großburgwedel das 10. Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter auf Einladung der Verbände in der Geschäftsstelle des Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. (VBF) statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Ewert (VBF) und Dr. Seyffer (UVMB) berichteten beide kurz aus den Normungsgremien und der Normungsarbeit. Die Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) ist zum August 2017 veröffentlicht worden. In Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ist diese bereits in einer neuen Landesbauordnung umgesetzt, die aber noch nicht eingeführt ist. Die anderen Bundesländer werden entsprechend nachziehen. Bedenklich ist weiterhin, dass nahezu alle Einsprüche der Verbände nicht berücksichtigt wurden und so weiterhin große Regelungslücken entstehen. Die pränormative Arbeit im Normenausschuss Betonfertigteile wurde in eine besetzungsgleiche Gruppe beim Deutschen Ausschuss für Stahlbeton ausgelagert, die bereits mit der Arbeit begonnen hat. Die Überarbeitung der DIN 18500 Betonwerkstein wurde vom Normenausschuss Betonfertigteile des Deutschen Instituts für Normung (DIN) abgelehnt. Vermittlungsversuche zwischen dem Normenausschuss Betonfertigteile und der Arbeitsgruppe waren nicht erfolgreich. Geplant ist nun, dass ein eigener Normenausschuss DIN 18500 gebildet wird. An diesem werden sich die Verbände nicht beteiligen. Die DIN 4034-1 ist als Gelbdruck zur Stellungnahme veröffentlicht. Dazu gehört eine neue DIN 4034-101, in der die Konformität von Schächten aus Beton geregelt wird.

Alle Teilnehmer, die konstruktive Fertigteile oder große Bauteile herstellen, berichten über zunehmende Probleme bei der Genehmigung von Großraum- und Schwertransporten. Derzeit liegen die Bearbeitungszeiten je nach Bundesland bei 8 - 10 Wochen. Diese Umstände sind nicht praxisgerecht und führen überall zu großen Schwierigkeiten. Die Verbände haben deshalb zusätzlich seit Anfang Oktober durch eine Verbändeinitiative versendete Schreiben nebst Maßnahmekatalog, ein weiteres Schreiben entworfen, dass die Verbände an die zuständigen Minister versandt haben.

Zum Thema Fachkräftemangel und Beschäftigung von Flüchtlingen wird zeitnah eine Informationsveranstaltung geplant.

Des Weiteren wird derzeit ein umfangreiches Schulungsangebot erstellt, um Inhouse-Schulungen bei Mitgliedsfirmen durchzuführen. Zielgruppen sind der Vertrieb bzw. Außendienstmitarbeiter und Angestellte in der Produktion.

Das nächste Treffen des AK Betriebsleiter findet am 14. März 2018 statt.

 

9. Carbon- und Textilbetontage

Am 26. und 27. September fanden in Dresden die 9. Carbon- und Textilbetontage unter dem Motto: "Man muss etwas Neues machen, um etwas Neues zu sehen" statt. Neben den Vorträgen aus dem TUDALIT e. V. zur Herstellung und Anwendung von Textilbeton, standen zahlreiche Vorträge aus dem zurzeit größten Bauforschungsprojekt C3 - carbon concrete composite e. V. auf dem Programm. C3 beschäftigt sich dabei mit Carbonbeton von der grundlegenden Technologie bis in zu marktrelevanten Fragen.

Viele der über 350 Teilnehmer waren Hersteller von Betonwaren und Betonfertigteilen, die sich für diesen innovativen Baustoff interessierten. Das Carbon- und Textilbeton entscheidende Vorteile bietet, wurde anhand der Praxisbeispiels Betonfertiggaragen deutlich. Seit diesem Jahr ist es untersagt, zwei Garagen aus Stahlbeton auf einem sogenannten Garagenzug zu transportieren, da das Gesamtgewicht der Ladung zu groß ist und die Ladung teilbar wäre, also auf zwei Transportfahrzeugen gefahren werden könnte. Durch die Verwendung von Carbon- oder Textilbeton können die Wandstärken von Fertiggaragen, ohne einen Verlust der Dauerhaftigkeit, so reduziert werden, dass man ein Gesamtgeweicht von 11 Tonnen pro Garage erzielt, wodurch wieder der Transport von zwei Garagen auf einem Fahrzeug mit Anhänger erlaubt ist. Auch der Einbau und die praxisnahe Verwendung von Transporthilfsmitteln und zur Befestigung bei dünnen Bauteilen aus Carbon- und Textilbeton wurden in einigen Vorträgen erläutert. Auch hier gibt es praxisgerechte Ansätze, um die auftretenden Lasten sicher einzuleiten.

Abgeschlossen wurden die Vortragstage jeweils mit einem Impulsvortrag, was man bislang aus Carbon- und Textilbeton bauen kann und was noch möglich wäre. Professor Josef Hegger von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und Professor Manfred Curbach von der Technischen Universität Dresden wünschten sich eine möglichst rasche Veröffentlichung und Etablierung von Regelwerken, wie z. B. eine DAfStb-Richtlinie, um die Verwendung von Carbon- und Textilbeton in der Praxis zu erleichertn. Positive Beispiele sind hier bereits erteilte allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für Sandwichwände und Fertiggaragen.

 

Deutscher Ausschuss für Stahlbeton - Jahrestagung 2017: Beton - weiter denken...

Am 20. und 21. September 2017 wurden die 5. Jahrestagung und das 58. Forschungskolloquium des Deutschen Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) an der Technischen Universität Kaiserslautern abgehalten. Parallel dazu fand die Veranstaltung R-Beton - Werkstoff der nächsten Generation, ein Fachsymposium für Beton mit rezyklierten Gesteinskörnungen statt.

Mehr als 1.000 angemeldete Teilnehmer haben sich während der zwei Tage in zahlreichen Parallelsitzungen über die Arbeit des DAfStb und neue Erkenntnisse im Stahlbeton- und Spannbetonbau informiert.

Die Veranstaltung bot zum fünften Mal eine sehr gelungene Plattform für intensive Kontakte zwischen Forschung und Industrie an. Da umfangreiche Programm fokussiert akutelle Themen des Betonbaus, um diese sowohl unter den Forschenden als auch mit Vertretern der Baupraxis zu diskutieren. Neben dem Fachpodium zum beton mit rezyklierten Gesteinskörnungen konnten die Teilnehmer noch aus Schwerpunkten wie Bauen im Bestand, Neues von der Befestigungstechnik, Lebensdauer alternder Brücken und Bauwerk - Tragwerk - Energie auswählen. Zeit für anregende Gespräche und vertiefende Diskussion bot auch die große Abendveranstaltung in der Gartenschau Kaiserslautern.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des DAfStb am 20.09.2017 wurde Herr Prof. Ralf Breitenbücher zum neuen Vorsitzenden des DAfStb gewählt. Er löst damit Herrn Prof. Jürgen Schnell ab, der den Vorsitz seit März 2012 innehatte. Mit Herrn Breitenbücher konnte ein sehr erfahrener Kandidat für den Vorsitz des DAfStb gewonnen werden. Neben seiner umfassenden beruflichen Erfahrung bringt Prof. Rolf Breitenbücher auch umfangreiche Erfahrungen in der Normungsarbeit auf nationaler und europäischer Ebene mit.

Die 6. Jahrestagung des DAfStb findet anlässlich der Feier des 150-jährigen Bestehens der Technischen Universität München am 11. und 12. Oktober 2018 in München statt.

 

14. Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen

Am 5. September 2017 fand die vierzehnte reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Intensiv diskutiert wurde über die Einspruchssitzungen zum DWA-Merkblatt M221, die am 2. und 3. August 2017 stattgefunden haben. Beide Sitzungstermine haben nicht zu einer abschließenden Bearbeitung des DWA-Merkblatts ausgereicht. Festgestellt wurde allerdings, dass die von Seiten der Hersteller eingebrachten Einsprüche zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht beachtet wurden. Insbesondere die vorhandene Struktur und weitere grundlegende Verstöße gegen die europäische Normung wurden nicht angepasst. Vorgeschlagen wurde, dass zunächst die Struktur des DWA-Merkblatts konform zur europäischen Rechtsprechung geändert wird, bevor am 11. Oktober 2017 ein dritter Termin zu den vorhandenen Einsprüchen abgehalten wir. Vermutet wird, dass von seiten der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) keinerlei Interesse besteht, die Einsprüche der Hersteller zu berücksichtigen und dementsprechend eine eigene Industrierichtlinie veröffentlicht werden könnte. Alternativ könnte noch ein Schiedsverfahren zur Konfliktlösung beitragen.

Im Merblatt "Kleinkläranlagen - Planung, Bau und Betrieb" wurden noch einige Passagen überarbeitet. Abzuwarten bleibt, ob nun das DWA-Merkblatt M221 oder die von den Herstellern erarbeitete und somit präferierte Industrierichtlinie veröffentlicht wird, da auf eines dieser Dokumente unmittelbar Bezug genommen werden muss. 

Die nächste Sitzung findet am 14. November 2017 in Großburgwedel statt.

 

Mitgliederversammlung 2017 auf der Weser

Am 23. Juni 2017 fand unsere diesjährige 83. Mitgliederversammlung statt und zwar auf der Weser. Unsere Tagungsstätte war das Fahrgastschiff (FSG) "Das Schiff No. 2", das uns in zwei Stunden vom Martinianleger in Bremen bis zur Signalstation in Vegesack brachte.

In dieser Zeit haben wir unsere Mitgliederversammlung durchgeführt. Unser Präsident, Dr. Eike Bielak, begrüßte die Teilnehmer und Gäste und stellte die üblichen Regularien fest.

Die Tagesordnung 2017 und das Protokoll der Mitgliederversammlung von 2016 wurden in der vorgelegten Form genehmigt.

Auf der Tagesordnung standen u. a. die Berichte des Vorstands und der Geschäftsführung, der Jahresabschluss 2016 sowie der Haushaltsvoranschlag 2017 und die Beitragsordnung 2017, die bereits in der Mitgliederversammlung 2016 beschlossen wurde. Ferner standen die turnusmäßigen Wahlen zu den einzelnen Gremien an.

In ihren Berichten stellten Dr. Bielak und Dr. Pott die Verbandsarbeit des abgelaufenen Geschäftsjahres dar. Diese wurde schwerpunktmäßig von der Umsetzung der neuen Bauproduktenverordnung und den sich aus dem EuGH-Urteil zu nationalen Produktanforderungen ergebenden Problemen bestimmt. Diese werden auch in Zukunft die erhöhte Aufmerksamkeit der Verbände erfordern. Es wurde über die Entwicklung der Bauwirtschaft im zurückliegenden Jahr sowie die konjunkturellen Aussichten für das laufende Jahr berichtet. 

     

Den Teilnehmern konnte ferner mitgeteilt werden, dass die Verhandlungen mit dem Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen e. V. zur Kooperation im juristischen Bereich kurz vor einem Abschluss stehen. Ab dem 01.09.2017 wird den Mitgliedern des VBF Nord ein weiterer Jurist neben den bisherigen Rechtsanwälten Rollett und Dr. Matz bei arbeitsrechtlichen Problemen zur Seite stehen. Auch bei anderen Rechtsfragen, wie der Auslegung von EuGH-Urteilen, Gewährleistung, Vertragsrecht, Vergaberecht etc. wird der Verband zukünftig besser beraten sein.

Die Versammlung genehmigte einstimmig sowohl den Jahresabschluss 2016 als auch den Haushaltsvoranschlag 2017. Die Beitragsordnung wurde bereits in der Mitgliederversammlung vom 27.05.2016 beschlossen.

Da beide Rechnungsprüfer am Tag der Mitgliederversammlung terminlich leider verhindert waren, war der Rechnungsprüfungsbericht vom 07.06.2017 der Tischvorlage beigefügt. Diesem konnte entnommen werden, dass beide Rechnungsprüfer die bestimmungsgemäße Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel bestätigen. Dem Vorstand und der Geschäftsführung wurden einstimmig Entlastung erteilt.

Turnusmäßig (alle drei Jahre) standen in diesem Jahr Wahlen u. a. des Vorstands und des Sozialpolitischen Ausschusses an.

Die Gremien setzen sich wie folgt zusammen:

Vorstand

Dr. Eike Bielak (Präsident), Christov Plötner (1. Stellv. Vorsitzender), Andreas Schmale (2. Stellv. Vorsitzender), Christoph Carouge, Christof Rekers und Norwin Stärker (Beisitzer)

 

Sozialpolitischer Ausschuss (SPA)

Klaus Bartram, Dr. Eike Bielak, Christoph Carouge, Eberhard Dold, Christoph Döpke, Detlef Eydam, Susanne Michaelis, Christov Plötner und Christof Rekers

Rechnungsprüfer

Jan Heuchert und Markus Suding

Frank Dürkop, Manfred Lippert und Dr. Klaus Stärker standen für eine Wiederwahl in den Vorstand nicht zur Verfügung. Vorstand und Geschäftsführung bedankten sich bei den Ausscheidenden für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand.

 

Nachdem die Versammlung beendet und das Schiff an der Signalstation in Vegesakc angelegt hatte, ging es an Bord der "Deutschland", wo uns Herr Franke (Deutscher Schulschiff-Verein e. V.) einen interessanten Einblick in das Leben der damaligen Kadetten gab, als das Schulschiff noch im Dienst war.

             

Nach der Führung ging es zurück an Bord von "Das Schiff No. 2" und bei einem hervorragenden Abendessen schipperten wir zurück nach Bremen, wo der Tag mit einem gemütlichen Kneipenabend ausklang.

                             

Die Mitgliederversammlung 2018 wird am Freitag, den 15. Juni 2018, am Rande der Verbandstage parallel zur Sitzung des UVMB in Lübeck stattfinden.

 

 

13. Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen

Am 30. Mai 2017 fand die 13. reguläre Sitzung des AK Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Schwerpunktmäßig wurde am "Merkblatt Kleinkläranlagen - Planung, Bau und Betrieb" weiter gearbeitet, das nach der Fertigstellung Bauherren, Planern und Betreibern vom Kleinkläranlagen sowie den genehmigenden Unteren Wasserbehörden eine wichtige Hilfestellung bieten soll. Geplant ist eine Fertigstellung in der nächsten Sitzung, da noch redaktionelle Teile, aber auch einige Inhalte ergänzt und präzisiert werden sollen. Zudem soll abgewartet werden, ob seitens der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) eine zufriedenstellende Überarbeitung des geplanten Merkblatts M221 erfolgt oder die vom Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung (BDZ) erarbeitete Industrierichtlinie Kleinkläranlagen veröffentlicht wird, da auf eines dieser Dokumente unmittelbar Bezug genommen werden muss.

Die Veröffentlichung der Industrierichtlinie hängt von der Kompromissbereitschaft der DWA ab. Um die Meinung der Hersteller aus dem Arbeitskreis mit mehr "Gewicht" einzubringen, wurden weitere Einsprüche gesammelt und vom VBF Nord eingebracht.

Des Weiteren informierten die Herren Dr. Töws (BDZ) und Dr. Ewert (VBF Nord) über die aktuelle europäische und nationale Normungsarbeit. Besonders große Zustimmung herrschte bei allen anwesenden Herstellern, dass die Standsicherheit von Behältern nun normativ verankert werden soll, da Betonbehälter hier wesentliche Vorteile gegenüber Behältern aus anderen Werkstoffen aufweisen. Hierzu wird sich zunächst eine kleine Expertenrunde zusammensetzen und mögliche Vorschläge erarbeiten.

Die nächste Sitzung findet nach der Sommerpause am 5. September 2017 statt.

 

Schulungsreiche zur Ladungssicherung

Die Ladungssicherung ist und bleibt ein aktuelles Thema bei den Herstellern von Betonbauteilen und Betonwaren. Nach der Veröffentlichung der Broschüre "Ladungssicherung von Betonprodukten auf Straßenfahrzeugen" durch die Verbände BetonBauteile Bayern im Bayerischen Industrieverband e. V., Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e. V., Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und dem Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. wurde in Zusammenarbeit mit den beiden Autoren Alfred Lampen (ALS Seminare) und Ralf Schöne (INTAKT Transportberater e. K.) ein Tagesseminar entwickelt, um alle am Transport Beteiligten praxisbezogen zu schulen.

Nach den erfolgreichen Schulungen im Jahr 2016 wurden auch in diesem Jahr bereits drei Schulungen angeboten, die von den Mitarbeitern der Mitgliedsfirmen gerne angenommen wurden. Am 11.März wurde in Oranienburg bei der Firma Baustoffwerke Havelland GmbH & Co. KG speziell die Produktgruppe 4 - Paketierte Betonwaren, am 5. April bei der Firma HANS ABEL GmbH & Co. KG in Köthen die Produktgruppe 1 - Flächige Bauteile sowie Sonderbauteile und am 9. Mai bei der Firma bbL BETON GmbH in Langelsheim die Produktgruppe 3 - Rohre/Schächte/Formteile behandelt. Insgesamt wurden über 40 Teilnehmer aus 9 Unternehmen geschult.

Im Theorieteil lernten die Teilnehmer, verantwortliches Personal für die Verladung, die Grundlagen der Ladungssicherung kennen. Vor allem die rechtlichen Grundlagen verursachten dabei immer wieder Nachfragen und Diskussionen. Allen Teilnehmern waren die Verantwortlichkeiten und die daraus resultierenden Konsequenzen nicht ausreichend bekannt. Die Schulungsleiter Herr Lampen und Herr Kluge konnten aus ihrer langjährigen Berufserfahrung schöpfen und spickten die Schulung mit sehr anschaulichen Beispielen.

Im praktischen Teil wurde die Ladungssicherung von beladenen sowie von sich in Beladung befindlichen LKW umfassend von den Teilnehmern analysiert und mit der Hilfe der Schulungsleiter schnelle und einfache Verbesserungsvorschläge für die Fahrer unterbreitet. Zum Beispiel konnte das Problem des fehlenden Formschlusses nach vorne durch anbringen von Kopfschlingen "behoben" werden.

                                                                                                          

 

 

26. JUNGUnternehmertreffen

Am 6. und 7. April 2017 fand unter reger Beteiligung das 26. JUNGUnternehmertreffen in Neumünster und Kiel statt.

Auf Einladung der Firma Oskar Heuchert GmbH & Co. KG und der Verbände reisten 23 Mitglieder und Mitarbeiter nach Neumünster und Kiel. Die Teilnehmer konnten sich bei verschiedenen Werksbesuchen einen schönen Überblick über den echten Norden verschaffen. Insbesondere bei der Abendveranstaltung im Restaurant 1500°C im "Alten Stahlwerk" in Neumünster und am Rande der Besichtigung bot sich ausreichend Gelegenheit zum Austausch der Teilnehmer untereinander.

Am Donnerstag empfingen die beiden Geschäftsführer Bernd und Jan Heuchert die Gäste bei der Firma Oskar Heuchert GmbH & Co. KG in Trappenkamp, idyllisch zwischen Neumünster und Bad Segeberg gelegen. Nach einer kleinen Stärkung präsentierten beide in einem kurzen Vortrag die Firma Oskar Heuchert und deren Tätigkeitsfelder. Bei einer Werksführung konnten die Gäste die Fertigung konstruktiver Fertigteile verfolgen. Neben klassischen Sichtbetonflächen werden auch farbige Betonteile, Betonwerkstein sowie besonders gestaltete Betonteile hergestellt. Während der Führung über das Werksgelände beantworteten die Herren Bernd und Jan Heuchert sehr gerne die zahlreichen Fragen der Gäste.

    

Am Donnerstagnachmittag wurden die Teilnehmer bereits von einem Mitarbeiter der Firma H+H Deutschland GmbH am Standort Wittenborn erwartet. Nach einer kurzen Einführung über die Firma H+H Deutschland GmbH im Allgemeinen und den Standort Wittenborn mit zwei Werken in denen Porenbetonsteine und -stürze produziert werden, wurden die Teilnehmer über das Gelände des Werkes II, in dem Porenbetonsteine hergestellt werden, geführt.

Nach dem Einchecken im Hotel "Altes Stahlwerk" Neumünster bewunderten die Teilnehmer das aufwendig restaurierte ehemalige Industriegebäude und diskutierten über das Alter der freigelegten Bewehrung in den Stützen. Beim vorzüglichen Abendessen mit großem Vor- und Nachspeisenbuffet und ausgewählten Speisen bei den Hauptgerichten klang ein schöner und ereignisreicher Tag aus.

    

Am Freitag stand nach dem Frühstück und einer kurzen Fahrt nach Kiel die Besichtigung der Firma IBAK Helmut Hunger GmbH & Co. KG an. IBAK ist der größte Hersteller und Vertreiber von Inspektionsanlagen zur Untersuchung schwer zugänglicher Rohrleitungen und Brunnen. Nach der Begrüßung durch Manfred Weber als Mitglied der Geschäftsführung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen durch die IBAK-Mitarbeiter Herr Poulsen und Herr Helmchen durch die Produktion geführt. Besonders humorvoll wurde dargestellt, dass bei der Produktion der Roboter und deren Komponenten, nicht primär die Roboter produziert werden, sondern Metallspäne, da jede Komponente aufwendig durch CNC-Fräsen hergestellt wird. Neben dem Chassis wird die gesamte Elektronik am Standort Kiel produziert und zusammengebaut. Auf Kundenwunsch werden auch komplette Fahrzeuge mit Kameratechnik und Zubehör ausgestattet.

Für das 27. JUNGUnternehmertreffen in 2018 haben Herr Blumenthal und Herr Matschall von der Firma ATF Abwassertechnik Terrazzo und Fertigteile GmbH in Leopoldshagen bereits eine Einladung ausgesprochen, um das 60jährige Firmenjubiläum gebührend zu feiern.

                                                                                                                                                                                    

BIBM - Technische Kommission

Auf der letzten Sitzung der technischen Kommission des europäischen Fertigteilverbandes BIBM wurden zahlreiche Fragen, vor allem zur europäischen Normungsarbeit, diskutiert. Speziell das Thema der gefährlichen Sustanzen (Dangerous Substances) kommt dabei immer wieder auf, da die Europäische Kommission zwar zunehmend Druck aufbaut, diesen Bereich in den Produktnormen zu regeln. Da die erforderlichen Prüfnomen jedoch noch nicht zur Verfügung stehen und es auch noch keine geeignete Verankerung der Anforderungen im Mandat M/100 für die konstruktiven Betonfertigteile gibt, sieht BIBM bislang noch keine Grundlage für die normative Verankerung der gefährlichen Substanzen in den Produktnormen. Da dies nur einer von vielen Punkten ist, bei denen der Anspruch der Kommission und die technische und rechtliche Praxis weit auseinander liegen, wird zunehmend auch in anderen Ländern wahrgenommen, dass die Harmonisierung von konstruktiven Fertigteilen mehr Probleme aufwirft als sie Vorteile bringt. Die technische Kommission des BIBM regt daher an, die Frage der Harmonisierung von individuell bemessenen konstruktiven Fertigteilen auf politischer Ebene nochmal grundsätzlich zu diskutieren.

Im Bereich des Brandschutzes gibt es europäische Überlegungen, diesen im Zuge von Gebäudezertifizierungen ergänzen oder als Bestandteil zur Nachhaltigkeitsbewertung zu berücksichtigen. Da der Brandschutz in Deutschland bereits relativ umfangreich geregelt ist, muss hier aufmerksam beobachtet werden, ob mögliche konkurrierende europäische Regelungen mittelfristig Einfluss auf die nationalen Regelungen haben könnten. Ein solcher Einstieg in die Bewertung und Zertifizierung bemessungs- und sicherheitsrelevanter Aspekte auf Bauwerksebene könnte langfristig auch national zu einem Paradigmenwechsel im Bauordnungsrecht führen.

 

Sitzung des Normenausschusses NA 119-05-33 Rohre und Schächte aus Beton

Auf der Sitzung des Normenausschusses NA 119-05-33 Rohre und Schächte aus Beton, die am 09.03.2017 beim Deutschen Institut für Normung e. V. stattfand, wurde erneut intensiv an der DIN 4034-1 "Schächte aus Beton-, Stahlfaserbeton- und Stahlbetonfertigteilen für Abwasserleitungen und -kanäle - Typ 1 und Typ 2 - Teil 1: Anforderungen, Prüfung und Bewertung der Konformität" gearbeitet. Neben kleineren Korrekturen wurde ebenfalls ein informativer Anhang erarbeitet, der die Anordnung und Toleranzen von Steigeisen in Schachtbauwerken enthält. Die Korrekturen werden eingearbeitet und die Norm per "Voting Booth" dem Ausschuss zur Abstimmung über die Veröffentlichung der Norm für Stellungnahmen übermittelt.

Die Arbeiten an DIN V 1201 werden zunächst nicht mehr fortgeführt, aber es wurde ein umfangreicher Katalog an Anforderungen zur möglichen Einarbeitung in die DIN EN 1916 und DIN EN 1917 erstellt, der als Diskussionsgrundlage in die WG 9 eingebracht werden soll. Ziel ist es, mit diesem Anforderungskatalog den hohen deutschen Standard bei der Bemessung und Sicherheit auch in die europäische Normung einzubringen.

Die nächste Sitzung findet am 11. September 2017 beim DIN in Berlin statt.

 

Sitzung des Normenausschusses NA 005-07-08 Betonfertigteile

Auf der Sitzung des Normenausschusses NA 005-07-08 Betonfertigteile, die am 06.03.2017 stattfand, befasste sich dieser schwerpunktmäßig mit der Überarbeitung der DIN 18500 Betonwerkstein. Dabei wurde der von einer Arbeitsgruppe eingereichte Entwurf unter formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten kritisch diskutiert und zur weiteren Bearbeitung an die Arbeitsgruppe zurück verwiesen. Die Herrn Prof. Fuchs und Dr. Pott werden die Arbeitsgruppe dazu von Seiten des Normenausschusses zusätzlich unterstützen.

Darüber hinaus steht turnusmäßig wieder die Entscheidung über die Revision einiger Normen aus dem Bereich der Betonfertigteile an. Hier ergab sich eine grundsätzliche Debatte, wie im Hinblick auf die Unzulänglichkeiten der europäischen Normen und die unsichere Rechtslage zur Vereinbarkeit von Baurecht und Bauproduktenrecht zukünftig verfahren werden soll. Eine Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich dafür aus, bis auf Weiteres gegen eine Überarbeitung von harmonisierten Normen zu votieren, sofern nicht rechtliche Klarheit darüber besteht, wie mit nationalen Anforderungen aus dem Baurecht umzugehen ist, für die noch keine harmonisierten Regelungen bestehen. Notfalls sieht der Ausschuss auch eine Option zur Lösung der juristischen Probleme in der Zurückziehung von harmonisierten Normen oder der Aussetzung der Harmonisierung für eine ganze Reihe von Normen, speziell im Bereich der konstruktiven Fertigteile.

Im Ergebnis dieser Diskussion wurde beschlossen, den Druck auf die politischen Gremien dadurch zu erhöhen, dass sich der Ausschuss für die Zurückziehung der DIN EN 13224 Deckenplatten mit Stegen ausspricht. Der Überarbeitung der DIN EN 12737 Spaltenböden für die Tierhaltung wird hingegen zugestimmt, da es sich hier um eine Norm handelt, die mit keinen zusätzlichen nationalen bauordnungsrechtlichen Regelungen kollidiert.

Das DIBt hat zur DIN EN 13747 Deckenplatten mit Ortbetonergänzungen Vorschläge zur Überarbeitung eingereicht, die dem Ausschuss zur Sitzung jedoch noch nicht vorlagen. Da der Überarbeitung dieser Norm bereits in der Vergangenheit zugestimmt wurde, wird der Ausschuss sich voraussichtlich auf der kommenden Sitzung mit den Vorschlägen des DIBt befassen und diese dann gegebenenfalls von deutscher Seite in den Überarbeitungsprozess auf europäischer Ebene einbringen.

Zur Frage der Anwendbarkeit der neuen Normen zur Dachabdichtung (Normenreihe DIN 18531) bei Betonfertiggaragen nach DIN EN 13978-1 hat der zuständige Ausschuss für die Dachabdichtungen bei der Bearbeitung des Einspruchs zwar bestätigt, dass die Normenreihe DIN 18531 für das harmonisierte Bauprodukt Betonfertiggarage nach DIN EN 13978-1 nicht anzuwenden ist, hat dieses jedoch nicht explizit in der DIN 18531-1 verankert. Hier soll noch versucht werden, mehr Klarheit zu erreichen.

 

IAB-Baustoff-Forum 2017

Unter dem Leitthema "Leichtbeton - Schwer in Ordnung" fand am 02.03.2017 das diesjährige Baustoff-Forum im Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH (IAB) statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Dr. Palzer vom IAB und Herrn Heller vom Bundesverband Leichtbeton e. V. wurde den Teilnehmern durch Prof. Thienel ein guter Überblick über die Herstellung und Anwendung für verschiedene ausgeführte Bauprojekte gegeben. Prof. Lieblang zeigte die Neurerungen in der Schallschutzbemessung, die insbesondere für Leichtbetonkonstruktionen eine wesentlich genauere Prognose ermöglichen.

Ein besonderes Highlight war die praktische Vorführung zur Herstellung von Mineralschaumgefüllten Leichtbetonsteinen im Labor der IAB. Wesentliche Vorteile dieser Befüllung ist die Möglichkeit der besseren Entsorgung der Steine nach dem Abbruch, da Füllung und Stein quasi identische Materialien sind, und die geringeren Kosten bei verbesserter Dämmwirkung gegenüber anderen Dämmstoffen. Der Kostenanteil für den Mineralschaum zur Dämmung wird auf ca. 30 Cent pro Stein geschätzt.

© André Weisner (InformationsZentrum Beton)

 

 

Arbeitssicherheitsseminar mit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Magdeburg

In gewohnter Weise fand am 28.01.2017 ein Seminar zur Arbeitssicherheit statt. Insgesamt 16 Teilnehmer des Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und des Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. (VBF Nord) wurden von den Aufsichtspersonen Wolfgang Bartsch und Peter Graap (beide BG RCI) über die verschiedenen Angebot der BG RCI informiert.

Nach der kurzen Vorstellungsrunde zur Einordnung des Kenntnisstands der Teilnehmer präsentierten Herr Bartsch und Herr Graap kurz die Struktur der BG RCI und die Zuständigkeitsbereiche mit den entsprechenden Präventionszentren. Leider bewegen sich die aktuellen Unfallzahlen der Branche noch immer auf dem Niveau des Vorjahres. Mit Hilfe einiger Fallbeispiele aus der Praxis wurde schnell deutlich, dass viele Arbeitsunfälle infolge fehlender Kommunikation, aber auch durch Manipulation oder falsche Nutzung technischer Einrichtungen entstehen.

Die BG RCI stellt hierzu umfangreiche Materialien und Angebot zur Verfügung, wie Handlungshilfen zu Erstellung von praxisgerechten Gefährdungsbeurteilungen. Ende 2017 soll zudem die neue Branchenregel "Betonfertigteile" präsentiert werden, die zusammen mit Firmen entwickelt wurde. Mit der Branchenregel soll dann auch für die Betonfertigteilbranche ein umfassendes Informationsheft bereitgestellt werden.

Die nächsten Seminare zur Arbeitssicherheit werden am 07.11.2017 in Soltau und 25.01.2018 in Magdeburg stattfinden. 

 

 

 

11. Treffen des Arbeitskreises Kleinkläranlagen am 11.01.2017

Am 11. Januar 2017 fand die 11. reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden neun Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Mit großer Erleichterung wurde zur Kenntnis genommen, dass sich die WG41 dagegen ausgesprochen hat, den Pit Test als alleinigen Test in der DIN EN 12566 zu verankern. Des Weiteren wurde mit großer Verwunderung aufgenommen, dass die Weiterbearbeitung der DIN 4261-1 nicht beim Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) erfolgen soll, sondern von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) übernommen wird. Bei der letzten Sitzung des nationalen Normenausschuses am 14.11.2016 in Berlin haben sich die dort versammelten Teilnehmer mit großer Mehrheit für eine Weiterbearbeitung beim DIN ausgesprochen. Derzeit wird geprüft, ob man rechtlich  gegen diese Vorgehensweise vorgeht, da bei der DWA kein Hersteller von Kleinkläranlagen vertreten ist.

Ein großer Schritt in Richtung Fertigstellung des Leitfadens wurde ebenfalls getätigt. Unter neuem Namen "Merkblatt Kleinkläranlagen - Planung, Bau und Betrieb" soll dieser in der nächsten Sitzung am 16.03.2017 in Großburgwedel abschließend beraten werden. Die Statik für Betonbehälter für Kleinkläranlagen soll ebenfalls in der nächsten Sitzung erneut thematisiert werden.

Foto: AK Kleinkläranlagen

 

 

 

Mitgliederversammlung des Berufsförderungswerks für die Beton- und Fertigteilindustrie (BBF) am 24.10.2016

Am 24. und 25. Oktober 2016 fand unter reger Beteiligung in Hamburg die Mitgliederversammlung des Berufsförderungswerks für die Beton- und Fertigteilindustrie e. V. (BBF) statt. Der Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. ist nach kurzer Unterbrechung seit 2014 wieder Mitglied im BBF, da die Aus- und Weiterbildung sowie die Sicherung von Fachkräften zukünftig von größter Bedeutung sein werden und der VBF Nord sich für Ihre Belange dort engangiert.

Für das zurückliegende Jahr wurde insgesamt eine positive Bilanz gezogen und zahlreiche Projekte wurden vorangetrieben sowie neue Vorhaben begonnen. Das BBF hat nach der Neuordnung der Berufsbilder Betonfertigteilbauer/in sowie Werksteinhersteller/in an der Erstellung der sogenannten Online-Umsetzungshilfen des Bundesinstituts für Berufsbildung mitgearbeitet, um die praktische Anwendung der neuen Ausbildungsrahmenpläne zu erleichtern, Informationen zum Rahmelehrplan und Prüfungen zu veranschaulichen.

Mit dem Bundesverband Mineralische Rohstoffe e. V. und den Eckert-Schulen in Regenstauf (als Bildungseinrichtung) wurde die Planung für einen Meisterkurs für den Aufbereitungs- und Verfahrensmechaniker/in in der Steine-Erden-Industrie intensiviert. Weiterhin wurde die Internetseite www.betonfertigteilbauer.info grundlegend überarbeitet.

Die Zahl der Lehrlinge in den branchenspezifischen Berufen ist im Jahr 2015 weiter zurückgegangen.

Deutschlandweit gab es im Jahr 2015 insgesamt 198 Betonfertigteilbauer/innen (17,5 % weniger als im Vorjahr). Die Zahl der Auszubildenden zum/zur Verfahrensmechaniker/in der Steine-Erden-Industrie - Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf 66.

Eine Möglichkeit zur Fachkräftesicherung soll das in diesem Jahr genehmigte Verbundvorhaben der Beton- und Zementindustrie "BetonQuali - Informations- und Qualifizierungs-plattform" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bieten. Ziel ist es, Geringqualifizierte in der Betonbranche durch modulare Lernbausteine und weitere digitale Medien berufsbegleitend den Berufsabschluss Verfahrensmechaniker/in der Steine-Erden-Industrie zu ermöglichen.

 

 

 

10. Treffen des Arbeitskreises Kleinkläranlagen am 28.09.2016

Am 28. September 2016 fand die zehnte reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden 12 Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Zentrales Thema war die anstehende Sitzung der Working Group 41 beim CEN. Der für die Überarbeitung zuständige Consultant seitens des CEN hatte im Vorfeld der Sitzung am 29. und 30.09.2016 eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen an die Teilnehmer übermittelt. Eine Anregung war, dass zukünftig nur noch der sogenannte Pit Test als alleiniger Test zum Nachweis der Standsicherheit, normativ verankert wird. Prinzipiell ist ein Bestehen dieses Test für Behälter aus Beton problemlos möglich, allerdings würden auch qualitativ schlechtere Behälter mit dünneren Wandstärken oder Behälter aus Kunststoff diesen Test bestehen, so dass der Beton ein Alleinstellungsmerkmal in Sachen Standsicherheit und Auftriebssicherheit verlieren würde. Beschlossen wurde, dass Dr. Töws vom BDZ versuchen soll, diesen Umstand zu verhindern, da dann auch die Erstellung von Musterstatiken, die von den Teilnehmern des Arbeitskreises bislang angestrebt wurden, unnütz wären. Sollte der Pit Test das alleinige Verfahren werden, ist es zwingend notwendig eine Auflast sowie die Prüfung mit simuliertem Grundwasser durchzuführen, um den sicheren Betrieb von Kleinkläranlagen auch unter außergewöhnlichen Umständen zu gewährleisten. Die Prüfergebnisse könnten dann in der Leistungserklärung und der CE-Kennzeichnung übernommen werden. Diskussionen zur geplanten Musterstatik für Betonbehälter wurden zunächst vertagt, da die Ergebnisse der CEN Sitzung abgewartet werden sollen.

Große Bedenken seitens der Hersteller bestehen zudem, wie sich die Situation ab dem 16.10.2016 darstellt, wenn die Bauregellisten zurückgezogen werden und de facto die Beurteilungsgrundlage für die bislang gültigen Zulassungsgrundsätze entällt. Nach Rücksprache mit den Oberen Wasserbehören sollen, solange keine neuen Zulassungsgrundlagen eingeführt sind, die alten weiterhin ihre Gültigkeit behalten.

Auf dem nächsten Treffen am 11. Januar 2017 soll dann weiter an dem geplanten Leitfaden gearbeitet werden, der Planern und den Unteren Wasserbehörden zur Verfügung gestellt werden soll.  

 

 

Seminar für Arbeitssicherheit mit der BG RCI

Am 7. September 2016 fand in Soltau zum dritten Mal ein Seminar zur Arbeitssicherheit in Zusammenarbeit mit der BG RCI statt. Die sechs Teilnehmer wurden von der Aufsichtsperson Maik Schlademann über verschiedene Themen und aktuelle Unterlagen der BG RCI informiert.

Zentrales Thema war erneut die Gefährdungsbeurteilung, die von den Teilnehmern in Gruppenarbeit für ein konkretes Beispiel aus deren Firmen aufgestellt und abschließend diskutiert wurde. Als Hilfe diente hier das Praxishandbuch der BG RCI bzw. eine Onlineversion des Praxishandbuchs mit Unterweisungsmodul.

Herr Schlademann stellte zudem das Programm Vision Zero, den GDA Orgacheck sowie die neu geplante Branchenregel für Betonfertigteile vor. Die Branchenregel wird großen Praxisbezug haben und rein rechtlich den Stand der Technik abbilden. Die Verbände hatten im Vorfeld bereits zur Teilnahme an der Erstellung der Branchenregel aufgerufen, damit diese möglichst praxisbezogen und anwenderfreundlich wird.

Um die Mitgliedsfirmen der Verbände weiterhin umfassend zu schulden, wird am 28.02.2017 ein weiteres Seminar zur Arbeitssicherheit in Magdeburg stattfinden.

 

 

 

Mitgliederversammlung 2016 in Hannover-Langenhagen

Am 27. Mai 2016 fand in Hannover-Langenhagen unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt. 22 Teilnehmer haben an der Versammlung teilgenommen.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Dr. Eike Bielak und den üblichen Feststellungen zu den Regularien wurde dem langjährigen Mitglied Günther Kuschmierz gedacht, der im Frühjahr des Jahres 2016 verstorben ist.

Die Tagesordnung und das Protokoll der Mitgliederversammlung von 2015 wurden in der vorgelegten Form genehmigt. Auf der Tagesordnung standen u. a. die Berichte des Vorstands und der Geschäftsführung, der Jahresabschluss 2015 sowie der Haushaltsvoranschlag 2016 und die Beitragsordnungen für das Jahr 2016 und 2017.

In seinem Bericht merkte Dr. Eike Bielak an, dass sich auf den zurückliegenden Sitzungen des Vorstands viele Gedanken über die zukünftige Aufstellung des Verbandes gemacht wurden. Hierzu zählte u. a. die klare Absteckung von Arbeitsgebieten sowie die Entwicklung seines neuen Logos und einer neuen Homepage, um den Verband modern und attraktiv für Mitgliedsfirmen, aber auch für neue Mitglieder zu gestalten.

Die Versammlung genehmigte einstimmig sowohl den Jahresabschluss 2015 als auch die Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für das Jahr 2016. Die Beitragsordnung für 2016 bleibt unverändert.

Nach Verlesung des Rechnungsprüfungsberichts und der Bestätigung der bestimmungsgemäßen Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel durch Herrn Jan Heuchert wurde dem Vorstand und der Geschäftsführung einstimmig Entlastung erteilt.

Um den Verband zukünftig noch attraktiver zu gestalten, sol leine halbe Stelle für einen Juristen im Verband geschaffen werden. Dieser soll zum einen die Rechtsanwälte Gerald Rollett und Dr. Thomas Matz entlasten (kürzere Fahrwege zu Gerichtsterminen etc.) und zum anderen weitere Rechtsgebiete (EuGH, Gewährleistung, Vertragsrecht, Vergaberecht etc.) bearbeiten können. Hierzu ist allerdings eine Anpassung der Beitragsordnung 2017 notwendig, die auch genutzt werden soll, um etwas mehr "Beitragsgerechtigkeit" zu bringen.

Nachfragen zu diesem Thema wurden durch Dr. Eike Bielak und Dr. Jens Uwe Pott beantwortet. Nach einer kurzen Diskussion hat die Versammlung einer Einstellung eines Verbandsjuristen mit einer halben Stelle und der Anpassung der Beitragsordnung 2017 einstimmig zugestimmt.

Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen fand eine Führung durch den Hannover Airport statt.     

Termin und Ort der nächsten Mitgliederversammlung stehen noch nicht fest.   

 

                                                                        

 

 

 

 25. JUNGUnternehmertreffen 

Am 19. und 20. Mai fand unter reger Beteiligung das 25. JUNGUnternehmertreffen in Oldenburg und Umgebung statt.

Auf Einladung der Firmen BWE-BAU Fertigteilwerk GmbH und der Verbände reisten 30 Mitglieder und Mitarbeiter nach Oldenburg. Die Teilnehmer/innen konnten sich bei Werksbesuchen und einer Exkursion nach Wilhelmshaven einen Überblick über die Region Ammerland und Friesland verschaffen. Insbesondere bei der Abendveranstaltung im OLs Brauhaus in Oldenburg und am Rande der Besichtigungen bot sich ausreichend Gelegenheit zum Austausch der Teilnehmer/innen untereinander.

 Am Donnerstagmittag empfingen Herr Thomas von Glahn und Herr Wolfgang Ehrenberg die Gäste bei der Firma BWE-BAU Fertigteilwerk in Metjendorf, einem Vorort von Oldenburg. Nach einer kleinen Stärkung präsentierten Herr von Glahn und Herr Ehrenberg in einem kurzen Vortrag die Firma BWE-BAU Fertigteilwerk GmbH und deren Tätigkeitsfelder. Bei einer Werksführung konnten sich die Gäste vom sehr hohen Qualitätsniveau der Fertigung überzeugen. Zahlreiche Ausstellungsstücke und Musterfassaden zeigten die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für Sichtbeton. Neben Architekturbeton und "normalen" konstruktiven Betonfertigteilen werden noch große Fahrzeugwaagen gefertigt. Während der Führung über das Werksgelände beantwortete Herr Ehrenberg sehr gerne die zahlreichen Fragen der Gäste.

                                                                                                                                                                                       

Mit Kaffee und Butterkuchen wurden die Teilnehmer/innen am Donnerstagnachmittag von Herrn Horst Fastenau bei der Firma Wienerberger GmbH am Standort Hude-Kirchkimmen erwartet. Zunächst nutzten viele der Teilnehmer/innen die Chance sich in der umfassenden Verkaufsausstellung über die Vielfältigkeit der Produkte der Firma Wienerberger GmbH zu informieren. Nach einer kurzen Einführung über die Firma Wienerberger GmbH im Allgemeinen und den Standort Hude-Kirchkimmen im Besonderen führte Herr Fastenau die Teilnehmer/innen über das Gelände und beantwortete zahlreiche Fragen. Insbesondere die riesige Halde an Ausschuss fiel den meisten Teilnehmern/innen mit Erstaunen auf. Allerdings wird diese bei einer Tagesproduktion von ca. 560.000 Klinkern pro Tag doch wieder in die richtigen Verhältnisse gesetzt.

Nach dem Eincheck im Hotel und einem Spaziergang durch Oldenburg bei bestem Wetter und ortskundiger Führung Herrn Steffen Plötner fanden sich alle Teilnehmer/innen im OLs Brauhaus zur Abendveranstaltung ein. Zur Einstimmung auf den Abend gab es eine "Führung" durch das Brauhaus. Nach planmäßigem "fensterln" ins Nachbargebäude wurden die Teilnehmer/innen vom Braumeister mit den Worten begrüßt: "Hiermit haben Sie bereits alles gesehen". Ein Großteil der Bierspezialitäten wird außerhäusig gebraut und im Brauhaus selber nur kleinere Mengen für den Ausschank und den Fassvertrieb im Brauhaus. Der Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch. Die anekdotenreichen Schilderungen des Braumeisters rund ums Bierbrauen und Biertrinken wurden mit Unterstützung von Bierproben verschiedener Sorten aufgenommen. Beim Verköstigen der letzten Sorte Bier, einem Indian Pale, konnte man postwendend am Gesicht des Probanden ablesen, ob das Bier mundet oder nicht.

                                                                                                    

Am Freitag stand nach dem Frühstück und einer kurzen Fahrt durch Friesland die Besichtigung des JadeWeserPorts an, dem durch die Bundesländer Bremen und Niedersachsen finanzierten Tiefwasserhafen an der Innenjade. Durch ein aufwendiges Bauverfahren wurden insgesamt 290 ha Land neu aufgespült und eine 1.725 Meter lange Kaimauer betoniert, an der auch die größten Containerschiffe der Welt entladen werden können. Auf einer einstündigen Busfahrt über das Gelände wurden insbesondere der Bau und auch der Betrieb umfassend erläutert. Insbesondere die aufwendigen und sehr teuren Maßnahmen zum Schutz der Rohrdommel während der Baumaßnahme und dem plötzlichen Verschwinden des Vogels unmittelbar nach Beendigung der Maßnahme sorgten für große Erheiterung.

                             

 

 

 

9. Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen am 07.04.2016

Am 07.04.2016 fand die neunte reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden 11 Teilnehmer/innen, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Zentrales Thema war die Möglichkeit zur Berechnung von Betonbehältern und der Validierung der Berechnung durch praktische Versuche. Insbesondere der Übergang von der Bodenplatte zur Wandung bei unbewehrten Bauteilen wurde bislang immer als kritisch betrachtet. Mit dem geplanten Versuchsprogramm soll nun in einem umfassenden deutschlandweiten Ringversuch die Eignung dieser Methode nachgewiesen werden. Die Kosten für den Ringversuch sollen von möglichst vielen Herstellerfirmen getragen werden. Die Verbände Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und der VBF Nord sowie das Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e. V. werden hierfür intensiv werben.

Neben den standardmäßigen Berichten aus den Normungsgremien durch Dr. Seyffert (UVMB) und Dr. Ewert (VBF Nord), wurde von Dr. Töws über die Arbeit des BDZ berichtet.

Auf dem nächsten Treffen am 28.09.2016 soll dann intensiv weiter an dem Leitfaden gearbeitet werden, der Planern und den unteren Wasserbehörden zur Verfügung gestellt werden soll. 

 

 

7. Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter am 05.04.2016

Am 05.04.2016 fand in Nuthe-Urstromtal das 7. Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter auf Einladung der Firma KLEBL GmbH und der Verbände statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Jens Ewert (VBF Nord) und einer kurzen Vorstellungsrund wurde über wichtige die Branche betreffende Themen diskutiert. Bereits bei der Vorstellungsrunde kam das Thema Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften auf, das intensiv diskutiert wurde, so dass beschlossen wurde, dieses beim nächsten Treffen auf die Tagesordnung zu nehmen.

Ein zentrales Thema war die nicht zufriedenstellende Situation zur Beschreibung von Sichtbetonoberflächen bei Betonfertigteilen. Hier sollten Lösungsvorschläge erarbeitet werden, die als Grundlage für Gespräche mit der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V. dienen soll, um ein gemeinsames Merkblatt für den Anwender (insbesondere Planer und ausschreibende Stellen) zu erstellen.

Dr. Jens Uwe Pott und Dr. Ewert informierten über aktuelle Normungsprojekte. Nochmals aufgezeigt wurde, dass die beteiligten Verbände in allen für die Branche entscheidenden Normungsgremien sitzen und dort an der Entscheidungsfindung beteiligt sind. Hierbei fehlt allerdings häufig die Zuarbeit aus den Firmen, um die Normen praxisgerechter zu gestalten. Sowohl in der Mitgliederinfo des UVMB und im Rundschreiben des VBF Nord sind jeweils Hinweise zu aktuellen Normungsprojekten und Normen die zum Einspruch stehen aufgeführt. Des WEiteren sollen zukünftig die Mitglieder des Arbeitskreises direkt angeschrieben werden.

Dr. Ewert informiert über die vergangenen und bevorstehenden Seminare, bei denen auch gezielt Workshops oder Themen für Betonfertigteile oder Betonwaren angeboten werden. Die Seminare zur Arbeitssicherheit finden weiterhin in Zusammenarbeit mit der BG RCI im Herbst in Soltau und im Winter in Barleben statt. Die angebotenen Praxisseminare zum sicheren Transport von Betonteilen auf Straßenfahrzeugen in Zusammenarbeit mit der ALS Seminare und Service GmbH wurden sehr positiv angenommen, so dass vermutlich noch weitere Seminare geplant werden.

Vor dem Mittagessen führte Herr Nopp von der Firma KLEBL GmbH die Teilnehmer durch das Werk Frankenförde und erläuterte die Produktion und interessante Fakten zum Werk selber.

Zum Abschluss stand mit der Besichtigung des Flughafens Berlin-Brandenburg BER ein Highlight auf dem Programm. Während der Führung über das Gelände und durch das Terminalgebäude sorgten die genannten Zahlen zu laufenden Kosten und bislang entstandenen Kosten für großes Erstaunen bei den Teilnehmern.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter soll im Herbst 2016 stattfinden.   

                                          

 

Seminar zur Ladungssicherung am 02.03.2016 in Großburgwedel

Im Rahmen der Seminarreihe zur Ladungssicherung fand am 02.03.2016 in Großburgwedel zunächst das letzte Seminar statt. Schwerpunktmäßig wurde die Verladung von Rohren und Schächten behandelt sowie die Verladung von Betonbruch und geprüften Betonbauteilen im offenen Container diskutiert.

Als Referent stand Herr Lampen von der Firma ALS Seminare und Service GmbH bereit, der den insgesamt acht Teilnehmern aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit bei der Polizei mit vielen positiven und negativen Beispielen zur Ladungssicherung die häufig auftretenden Probleme und Konsequenzen praxisnah erläuterte.

Für den Praxisteil wurde von einer Spedition ein LKW mit Auflieger bereitgestellt, auf den Rohre und Schächte verladen und von den Teilnehmern unter der Aufsicht von Herrn Lampen gesichert wurden. Mit Erstaunen wurde mit einem Messgerät die aufgebrachte Vorspannkraft bei einigen Spanngurten kontrolliert. Beim Verladen wurde deutlich, dass Theorie und Praxis manchmal nicht offenkundig im ersten Schritt vereinbar sind und die Sicherung der Ladung mit einigem Aufwand und Ideenreichtum verbunden ist. Im Theorieteil wurden neben den physikalischen Grundlagen zur Ladungssicherung insbesondere die Rechtslage und die Haftungskette für die an der Verladung beteiligten Personen erläutert.

 

 

Arbeitssicherheitsseminar mit der BG RCI am 16.02.2016 in Magdeburg

In gewohnter Weise fand am 16.02.2016 ein Seminar zur Arbeitssicherheit statt. Insgesamt 21 Teilnehmer des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und des Verbandes Beton- und Fertigteilindustrie Nord (VBF Nord ) e. V. wurden von den Aufsichtspersonen Wolfgang Bartsch und Udo Stölzner (beide BG RCI) über die verschiedenen Angebote der BG RCI informiert.

Neben dem straffen Programm konnten Herr Bartsch und Herr Stölzner auch viele aktuelle Fragen zu den Themen Sicherheitspass, Benutzung von Fahrzeugen bei öffentlichen und halböffentlichen Firmengelände und zur Umsetzung der Helmtragepflicht bzw. zur Realisierung von ausgewiesenen Bereichen mit Helmtragepflicht beantworten.

Nach der kurzen Vorstellungsrunde zur Einordnung des Kenntnisstands der Teilnehmer präsentierten Herr Bartsch und Herr Stölzner die neue Struktur der BG RCI, die neuen Zuständigkeitsbereiche sowie die aktuellen Unfallzahlen. Passend hierzu wurde die neue Präventionsstrategie "VISION ZERO. Null Unfälle - gesund arbeiten!" und der dazugehörige Leitfaden der BG RCI vorstellt, um die Zahl der tödlichen und schweren Arbeitsunfälle weiter zu reduzieren.

Viele Teilnehmer besuchten zum ersten Mal ein Seminar zur Arbeitssicherheit, so dass die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung ein zentrales Thema beim Seminar war. Auch die Arbeit und der Umgang mit den zahlreichen Hilfsmitteln der BG RCI konnte von den Teilnehmern interaktiv geübt werden.

Abschließend wurde zur Mitarbeit bei der neuen Branchenregel für Betonfertigteile aufgerufen. Hierzu suchen die einzelnen Arbeitskreise noch interessierte Firmen, die ihr Know-how einbringen wollen.

Die nächsten Seminare zur Arbeitssicherheit werden im Herbst 2016 in Soltau und im Frühjahr 2017 in Magdeburg stattfinden.

                      

 

 

Seminar zur Ladungssicherung am 09.02.2016 in Sömmerda

Im Rahmen der Seminarreihe zur Ladungssicherung fand am 09.02.2016 ein Seminar für die Mitarbeiter der P.V. Gruppe aus verschiedenen Standorten statt. Schwerpunktmäßig wurde die Verladung von Rohren und Schächten bearbeitet. Für zwei Mitarbeiter aus dem Standort Nordhausen wurden ergänzend viele Fragen zum Transport flächiger Bauteile beantwortet.

Als Referent konnte Herr Schulz von der Firma ALS Seminare und Service GmbH gewonnen werden, der den insgesamt 12 Teilnehmern aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit bei der Polizei (u. a. auch die Kontrolle der Ladungssicherung) mit vielen positiven und negativen Beispielen zur Ladungssicherung die häufig auftretenden Probleme und Konsequenzen praxisnah erläuterte.

Für den Praxisteil stand auf dem Hof ein mit Standardprodukten zur Entwässerung beladener LKW bereit. Dieser wurde so wie üblich beladen und durch Herrn Schulz eine imaginäre Kontrolle durchgeführt. Neben der Kontrolle der Vorspannkraft bei einigen Spanngurten wurde deutlich, dass Theorie und Praxis manchmal nicht offenkundig im ersten Schritt vereinbar sind. Problem war eine Ladelücke, die geschlossen werden musste bzw. durch das Anlegen einer Kopfschlinge gesichert werden müsste. Nach einer angeregten Diskussion wurde schließlich eine praxisnahe Möglichkeit entwickelt eine Kopfschlinge bei Schachtteilen anzulegen, wenn diese nicht formschlüssig verladen werden können.

                                       

 

 

Seminar zur Ladungssicherung am 15.01.2016 in Rinteln

Auf Einladung der Verbände fand am 15.01.2016 mit der freundlichen Unterstützung der Firma WESER Bauelemente-Werk GmbH ein weiteres Seminar zur Ladungssicherung in Rinteln statt. Als Referent konnte Herr Kluge  von der Firma ALS Seminare und Service GmbH gewonnen werden, der den 14 Teilnehmern aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Polizeihauptkommissar bei der Autobahnpolizei Osnabrück mit vielen positiven und negativen Beispielen zur Ladungssicherung die häufig auftretenden Probleme und Konsequenzen praxisnah erläutern konnte. Das Seminar wurde mit besonderem Schwerpunkt auf paketierfähige Betonwaren ausgelegt. Während des Praxisteils auf dem Hof wurde allerdings deutlich, dass die Verladung, trotz Verwendung von Europoolpaletten, für alle Hersteller zum Teil sehr kniffelig ist.

Durch die unterschiedlichen Abmaße der Produkte, die nicht passend zu den Palettenmaßen sind, entstehen bereits auf der Palette Ladelücken, die nur aufwendig geschlossen werden können. Hilfreich ist hierbei die Bildung von transportsicheren Ladeeinheiten, z. B. durch Umbänderung. Inwieweit Kunststoffschrumpfhauben zur Bildung einer Ladeeinheit beitragen können, ist in der Praxis allerdings umstritten, da die Schrumpfhaube durch die scharfen Kanten der Betonprodukte häufig beschädigt wird.

Neben dem lebhaft gestalteten Praxisteil konnte Herr Kluge den Teilnehmern auch viele Fragen zur Haftungskette bei der Verladung beantworten.