Veranstaltungsberichte

Hier lesen Sie Berichte zu den von uns durchgeführten Veranstaltungen.

 

 

Mitgliederversammlung 2017 auf der Weser

Am 23. Juni 2017 fand unsere diesjährige 83. Mitgliederversammlung statt und zwar auf der Weser. Unsere Tagungsstätte war das Fahrgastschiff (FSG) "Das Schiff No. 2", das uns in zwei Stunden vom Martinianleger in Bremen bis zur Signalstation in Vegesack brachte.

In dieser Zeit haben wir unsere Mitgliederversammlung durchgeführt. Unser Präsident, Dr. Eike Bielak, begrüßte die Teilnehmer und Gäste und stellte die üblichen Regularien fest.

Die Tagesordnung 2017 und das Protokoll der Mitgliederversammlung von 2016 wurden in der vorgelegten Form genehmigt.

Auf der Tagesordnung standen u. a. die Berichte des Vorstands und der Geschäftsführung, der Jahresabschluss 2016 sowie der Haushaltsvoranschlag 2017 und die Beitragsordnung 2017, die bereits in der Mitgliederversammlung 2016 beschlossen wurde. Ferner standen die turnusmäßigen Wahlen zu den einzelnen Gremien an.

In ihren Berichten stellten Dr. Bielak und Dr. Pott die Verbandsarbeit des abgelaufenen Geschäftsjahres dar. Diese wurde schwerpunktmäßig von der Umsetzung der neuen Bauproduktenverordnung und den sich aus dem EuGH-Urteil zu nationalen Produktanforderungen ergebenden Problemen bestimmt. Diese werden auch in Zukunft die erhöhte Aufmerksamkeit der Verbände erfordern. Es wurde über die Entwicklung der Bauwirtschaft im zurückliegenden Jahr sowie die konjunkturellen Aussichten für das laufende Jahr berichtet. 

     

Den Teilnehmern konnte ferner mitgeteilt werden, dass die Verhandlungen mit dem Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen e. V. zur Kooperation im juristischen Bereich kurz vor einem Abschluss stehen. Ab dem 01.09.2017 wird den Mitgliedern des VBF Nord ein weiterer Jurist neben den bisherigen Rechtsanwälten Rollett und Dr. Matz bei arbeitsrechtlichen Problemen zur Seite stehen. Auch bei anderen Rechtsfragen, wie der Auslegung von EuGH-Urteilen, Gewährleistung, Vertragsrecht, Vergaberecht etc. wird der Verband zukünftig besser beraten sein.

Die Versammlung genehmigte einstimmig sowohl den Jahresabschluss 2016 als auch den Haushaltsvoranschlag 2017. Die Beitragsordnung wurde bereits in der Mitgliederversammlung vom 27.05.2016 beschlossen.

Da beide Rechnungsprüfer am Tag der Mitgliederversammlung terminlich leider verhindert waren, war der Rechnungsprüfungsbericht vom 07.06.2017 der Tischvorlage beigefügt. Diesem konnte entnommen werden, dass beide Rechnungsprüfer die bestimmungsgemäße Verwendung der zur Verfügung gestellten Mittel bestätigen. Dem Vorstand und der Geschäftsführung wurden einstimmig Entlastung erteilt.

Turnusmäßig (alle drei Jahre) standen in diesem Jahr Wahlen u. a. des Vorstands und des Sozialpolitischen Ausschusses an.

Die Gremien setzen sich wie folgt zusammen:

Vorstand

Dr. Eike Bielak (Präsident), Christov Plötner (1. Stellv. Vorsitzender), Andreas Schmale (2. Stellv. Vorsitzender), Christoph Carouge, Christof Rekers und Norwin Stärker (Beisitzer)

 

Sozialpolitischer Ausschuss (SPA)

Klaus Bartram, Dr. Eike Bielak, Christoph Carouge, Eberhard Dold, Christoph Döpke, Detlef Eydam, Susanne Michaelis, Christov Plötner und Christof Rekers

Rechnungsprüfer

Jan Heuchert und Markus Suding

Frank Dürkop, Manfred Lippert und Dr. Klaus Stärker standen für eine Wiederwahl in den Vorstand nicht zur Verfügung. Vorstand und Geschäftsführung bedankten sich bei den Ausscheidenden für ihre langjährige Tätigkeit im Vorstand.

 

Nachdem die Versammlung beendet und das Schiff an der Signalstation in Vegesakc angelegt hatte, ging es an Bord der "Deutschland", wo uns Herr Franke (Deutscher Schulschiff-Verein e. V.) einen interessanten Einblick in das Leben der damaligen Kadetten gab, als das Schulschiff noch im Dienst war.

             

Nach der Führung ging es zurück an Bord von "Das Schiff No. 2" und bei einem hervorragenden Abendessen schipperten wir zurück nach Bremen, wo der Tag mit einem gemütlichen Kneipenabend ausklang.

                             

Die Mitgliederversammlung 2018 wird am Freitag, den 15. Juni 2018, am Rande der Verbandstage parallel zur Sitzung des UVMB in Lübeck stattfinden.

 

 

13. Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen

Am 30. Mai 2017 fand die 13. reguläre Sitzung des AK Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Schwerpunktmäßig wurde am "Merkblatt Kleinkläranlagen - Planung, Bau und Betrieb" weiter gearbeitet, das nach der Fertigstellung Bauherren, Planern und Betreibern vom Kleinkläranlagen sowie den genehmigenden Unteren Wasserbehörden eine wichtige Hilfestellung bieten soll. Geplant ist eine Fertigstellung in der nächsten Sitzung, da noch redaktionelle Teile, aber auch einige Inhalte ergänzt und präzisiert werden sollen. Zudem soll abgewartet werden, ob seitens der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) eine zufriedenstellende Überarbeitung des geplanten Merkblatts M221 erfolgt oder die vom Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung (BDZ) erarbeitete Industrierichtlinie Kleinkläranlagen veröffentlicht wird, da auf eines dieser Dokumente unmittelbar Bezug genommen werden muss.

Die Veröffentlichung der Industrierichtlinie hängt von der Kompromissbereitschaft der DWA ab. Um die Meinung der Hersteller aus dem Arbeitskreis mit mehr "Gewicht" einzubringen, wurden weitere Einsprüche gesammelt und vom VBF Nord eingebracht.

Des Weiteren informierten die Herren Dr. Töws (BDZ) und Dr. Ewert (VBF Nord) über die aktuelle europäische und nationale Normungsarbeit. Besonders große Zustimmung herrschte bei allen anwesenden Herstellern, dass die Standsicherheit von Behältern nun normativ verankert werden soll, da Betonbehälter hier wesentliche Vorteile gegenüber Behältern aus anderen Werkstoffen aufweisen. Hierzu wird sich zunächst eine kleine Expertenrunde zusammensetzen und mögliche Vorschläge erarbeiten.

Die nächste Sitzung findet nach der Sommerpause am 5. September 2017 statt.

 

Schulungsreiche zur Ladungssicherung

Die Ladungssicherung ist und bleibt ein aktuelles Thema bei den Herstellern von Betonbauteilen und Betonwaren. Nach der Veröffentlichung der Broschüre "Ladungssicherung von Betonprodukten auf Straßenfahrzeugen" durch die Verbände BetonBauteile Bayern im Bayerischen Industrieverband e. V., Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e. V., Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und dem Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. wurde in Zusammenarbeit mit den beiden Autoren Alfred Lampen (ALS Seminare) und Ralf Schöne (INTAKT Transportberater e. K.) ein Tagesseminar entwickelt, um alle am Transport Beteiligten praxisbezogen zu schulen.

Nach den erfolgreichen Schulungen im Jahr 2016 wurden auch in diesem Jahr bereits drei Schulungen angeboten, die von den Mitarbeitern der Mitgliedsfirmen gerne angenommen wurden. Am 11.März wurde in Oranienburg bei der Firma Baustoffwerke Havelland GmbH & Co. KG speziell die Produktgruppe 4 - Paketierte Betonwaren, am 5. April bei der Firma HANS ABEL GmbH & Co. KG in Köthen die Produktgruppe 1 - Flächige Bauteile sowie Sonderbauteile und am 9. Mai bei der Firma bbL BETON GmbH in Langelsheim die Produktgruppe 3 - Rohre/Schächte/Formteile behandelt. Insgesamt wurden über 40 Teilnehmer aus 9 Unternehmen geschult.

Im Theorieteil lernten die Teilnehmer, verantwortliches Personal für die Verladung, die Grundlagen der Ladungssicherung kennen. Vor allem die rechtlichen Grundlagen verursachten dabei immer wieder Nachfragen und Diskussionen. Allen Teilnehmern waren die Verantwortlichkeiten und die daraus resultierenden Konsequenzen nicht ausreichend bekannt. Die Schulungsleiter Herr Lampen und Herr Kluge konnten aus ihrer langjährigen Berufserfahrung schöpfen und spickten die Schulung mit sehr anschaulichen Beispielen.

Im praktischen Teil wurde die Ladungssicherung von beladenen sowie von sich in Beladung befindlichen LKW umfassend von den Teilnehmern analysiert und mit der Hilfe der Schulungsleiter schnelle und einfache Verbesserungsvorschläge für die Fahrer unterbreitet. Zum Beispiel konnte das Problem des fehlenden Formschlusses nach vorne durch anbringen von Kopfschlingen "behoben" werden.

                                                                                                          

 

 

26. JUNGUnternehmertreffen

Am 6. und 7. April 2017 fand unter reger Beteiligung das 26. JUNGUnternehmertreffen in Neumünster und Kiel statt.

Auf Einladung der Firma Oskar Heuchert GmbH & Co. KG und der Verbände reisten 23 Mitglieder und Mitarbeiter nach Neumünster und Kiel. Die Teilnehmer konnten sich bei verschiedenen Werksbesuchen einen schönen Überblick über den echten Norden verschaffen. Insbesondere bei der Abendveranstaltung im Restaurant 1500°C im "Alten Stahlwerk" in Neumünster und am Rande der Besichtigung bot sich ausreichend Gelegenheit zum Austausch der Teilnehmer untereinander.

Am Donnerstag empfingen die beiden Geschäftsführer Bernd und Jan Heuchert die Gäste bei der Firma Oskar Heuchert GmbH & Co. KG in Trappenkamp, idyllisch zwischen Neumünster und Bad Segeberg gelegen. Nach einer kleinen Stärkung präsentierten beide in einem kurzen Vortrag die Firma Oskar Heuchert und deren Tätigkeitsfelder. Bei einer Werksführung konnten die Gäste die Fertigung konstruktiver Fertigteile verfolgen. Neben klassischen Sichtbetonflächen werden auch farbige Betonteile, Betonwerkstein sowie besonders gestaltete Betonteile hergestellt. Während der Führung über das Werksgelände beantworteten die Herren Bernd und Jan Heuchert sehr gerne die zahlreichen Fragen der Gäste.

    

Am Donnerstagnachmittag wurden die Teilnehmer bereits von einem Mitarbeiter der Firma H+H Deutschland GmbH am Standort Wittenborn erwartet. Nach einer kurzen Einführung über die Firma H+H Deutschland GmbH im Allgemeinen und den Standort Wittenborn mit zwei Werken in denen Porenbetonsteine und -stürze produziert werden, wurden die Teilnehmer über das Gelände des Werkes II, in dem Porenbetonsteine hergestellt werden, geführt.

Nach dem Einchecken im Hotel "Altes Stahlwerk" Neumünster bewunderten die Teilnehmer das aufwendig restaurierte ehemalige Industriegebäude und diskutierten über das Alter der freigelegten Bewehrung in den Stützen. Beim vorzüglichen Abendessen mit großem Vor- und Nachspeisenbuffet und ausgewählten Speisen bei den Hauptgerichten klang ein schöner und ereignisreicher Tag aus.

    

Am Freitag stand nach dem Frühstück und einer kurzen Fahrt nach Kiel die Besichtigung der Firma IBAK Helmut Hunger GmbH & Co. KG an. IBAK ist der größte Hersteller und Vertreiber von Inspektionsanlagen zur Untersuchung schwer zugänglicher Rohrleitungen und Brunnen. Nach der Begrüßung durch Manfred Weber als Mitglied der Geschäftsführung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen durch die IBAK-Mitarbeiter Herr Poulsen und Herr Helmchen durch die Produktion geführt. Besonders humorvoll wurde dargestellt, dass bei der Produktion der Roboter und deren Komponenten, nicht primär die Roboter produziert werden, sondern Metallspäne, da jede Komponente aufwendig durch CNC-Fräsen hergestellt wird. Neben dem Chassis wird die gesamte Elektronik am Standort Kiel produziert und zusammengebaut. Auf Kundenwunsch werden auch komplette Fahrzeuge mit Kameratechnik und Zubehör ausgestattet.

Für das 27. JUNGUnternehmertreffen in 2018 haben Herr Blumenthal und Herr Matschall von der Firma ATF Abwassertechnik Terrazzo und Fertigteile GmbH in Leopoldshagen bereits eine Einladung ausgesprochen, um das 60jährige Firmenjubiläum gebührend zu feiern.

                                                                                                                                                                                    

BIBM - Technische Kommission

Auf der letzten Sitzung der technischen Kommission des europäischen Fertigteilverbandes BIBM wurden zahlreiche Fragen, vor allem zur europäischen Normungsarbeit, diskutiert. Speziell das Thema der gefährlichen Sustanzen (Dangerous Substances) kommt dabei immer wieder auf, da die Europäische Kommission zwar zunehmend Druck aufbaut, diesen Bereich in den Produktnormen zu regeln. Da die erforderlichen Prüfnomen jedoch noch nicht zur Verfügung stehen und es auch noch keine geeignete Verankerung der Anforderungen im Mandat M/100 für die konstruktiven Betonfertigteile gibt, sieht BIBM bislang noch keine Grundlage für die normative Verankerung der gefährlichen Substanzen in den Produktnormen. Da dies nur einer von vielen Punkten ist, bei denen der Anspruch der Kommission und die technische und rechtliche Praxis weit auseinander liegen, wird zunehmend auch in anderen Ländern wahrgenommen, dass die Harmonisierung von konstruktiven Fertigteilen mehr Probleme aufwirft als sie Vorteile bringt. Die technische Kommission des BIBM regt daher an, die Frage der Harmonisierung von individuell bemessenen konstruktiven Fertigteilen auf politischer Ebene nochmal grundsätzlich zu diskutieren.

Im Bereich des Brandschutzes gibt es europäische Überlegungen, diesen im Zuge von Gebäudezertifizierungen ergänzen oder als Bestandteil zur Nachhaltigkeitsbewertung zu berücksichtigen. Da der Brandschutz in Deutschland bereits relativ umfangreich geregelt ist, muss hier aufmerksam beobachtet werden, ob mögliche konkurrierende europäische Regelungen mittelfristig Einfluss auf die nationalen Regelungen haben könnten. Ein solcher Einstieg in die Bewertung und Zertifizierung bemessungs- und sicherheitsrelevanter Aspekte auf Bauwerksebene könnte langfristig auch national zu einem Paradigmenwechsel im Bauordnungsrecht führen.

 

Sitzung des Normenausschusses NA 119-05-33 Rohre und Schächte aus Beton

Auf der Sitzung des Normenausschusses NA 119-05-33 Rohre und Schächte aus Beton, die am 09.03.2017 beim Deutschen Institut für Normung e. V. stattfand, wurde erneut intensiv an der DIN 4034-1 "Schächte aus Beton-, Stahlfaserbeton- und Stahlbetonfertigteilen für Abwasserleitungen und -kanäle - Typ 1 und Typ 2 - Teil 1: Anforderungen, Prüfung und Bewertung der Konformität" gearbeitet. Neben kleineren Korrekturen wurde ebenfalls ein informativer Anhang erarbeitet, der die Anordnung und Toleranzen von Steigeisen in Schachtbauwerken enthält. Die Korrekturen werden eingearbeitet und die Norm per "Voting Booth" dem Ausschuss zur Abstimmung über die Veröffentlichung der Norm für Stellungnahmen übermittelt.

Die Arbeiten an DIN V 1201 werden zunächst nicht mehr fortgeführt, aber es wurde ein umfangreicher Katalog an Anforderungen zur möglichen Einarbeitung in die DIN EN 1916 und DIN EN 1917 erstellt, der als Diskussionsgrundlage in die WG 9 eingebracht werden soll. Ziel ist es, mit diesem Anforderungskatalog den hohen deutschen Standard bei der Bemessung und Sicherheit auch in die europäische Normung einzubringen.

Die nächste Sitzung findet am 11. September 2017 beim DIN in Berlin statt.

 

Sitzung des Normenausschusses NA 005-07-08 Betonfertigteile

Auf der Sitzung des Normenausschusses NA 005-07-08 Betonfertigteile, die am 06.03.2017 stattfand, befasste sich dieser schwerpunktmäßig mit der Überarbeitung der DIN 18500 Betonwerkstein. Dabei wurde der von einer Arbeitsgruppe eingereichte Entwurf unter formalen und inhaltlichen Gesichtspunkten kritisch diskutiert und zur weiteren Bearbeitung an die Arbeitsgruppe zurück verwiesen. Die Herrn Prof. Fuchs und Dr. Pott werden die Arbeitsgruppe dazu von Seiten des Normenausschusses zusätzlich unterstützen.

Darüber hinaus steht turnusmäßig wieder die Entscheidung über die Revision einiger Normen aus dem Bereich der Betonfertigteile an. Hier ergab sich eine grundsätzliche Debatte, wie im Hinblick auf die Unzulänglichkeiten der europäischen Normen und die unsichere Rechtslage zur Vereinbarkeit von Baurecht und Bauproduktenrecht zukünftig verfahren werden soll. Eine Mehrheit der Ausschussmitglieder sprach sich dafür aus, bis auf Weiteres gegen eine Überarbeitung von harmonisierten Normen zu votieren, sofern nicht rechtliche Klarheit darüber besteht, wie mit nationalen Anforderungen aus dem Baurecht umzugehen ist, für die noch keine harmonisierten Regelungen bestehen. Notfalls sieht der Ausschuss auch eine Option zur Lösung der juristischen Probleme in der Zurückziehung von harmonisierten Normen oder der Aussetzung der Harmonisierung für eine ganze Reihe von Normen, speziell im Bereich der konstruktiven Fertigteile.

Im Ergebnis dieser Diskussion wurde beschlossen, den Druck auf die politischen Gremien dadurch zu erhöhen, dass sich der Ausschuss für die Zurückziehung der DIN EN 13224 Deckenplatten mit Stegen ausspricht. Der Überarbeitung der DIN EN 12737 Spaltenböden für die Tierhaltung wird hingegen zugestimmt, da es sich hier um eine Norm handelt, die mit keinen zusätzlichen nationalen bauordnungsrechtlichen Regelungen kollidiert.

Das DIBt hat zur DIN EN 13747 Deckenplatten mit Ortbetonergänzungen Vorschläge zur Überarbeitung eingereicht, die dem Ausschuss zur Sitzung jedoch noch nicht vorlagen. Da der Überarbeitung dieser Norm bereits in der Vergangenheit zugestimmt wurde, wird der Ausschuss sich voraussichtlich auf der kommenden Sitzung mit den Vorschlägen des DIBt befassen und diese dann gegebenenfalls von deutscher Seite in den Überarbeitungsprozess auf europäischer Ebene einbringen.

Zur Frage der Anwendbarkeit der neuen Normen zur Dachabdichtung (Normenreihe DIN 18531) bei Betonfertiggaragen nach DIN EN 13978-1 hat der zuständige Ausschuss für die Dachabdichtungen bei der Bearbeitung des Einspruchs zwar bestätigt, dass die Normenreihe DIN 18531 für das harmonisierte Bauprodukt Betonfertiggarage nach DIN EN 13978-1 nicht anzuwenden ist, hat dieses jedoch nicht explizit in der DIN 18531-1 verankert. Hier soll noch versucht werden, mehr Klarheit zu erreichen.

 

IAB-Baustoff-Forum 2017

Unter dem Leitthema "Leichtbeton - Schwer in Ordnung" fand am 02.03.2017 das diesjährige Baustoff-Forum im Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH (IAB) statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrn Dr. Palzer vom IAB und Herrn Heller vom Bundesverband Leichtbeton e. V. wurde den Teilnehmern durch Prof. Thienel ein guter Überblick über die Herstellung und Anwendung für verschiedene ausgeführte Bauprojekte gegeben. Prof. Lieblang zeigte die Neurerungen in der Schallschutzbemessung, die insbesondere für Leichtbetonkonstruktionen eine wesentlich genauere Prognose ermöglichen.

Ein besonderes Highlight war die praktische Vorführung zur Herstellung von Mineralschaumgefüllten Leichtbetonsteinen im Labor der IAB. Wesentliche Vorteile dieser Befüllung ist die Möglichkeit der besseren Entsorgung der Steine nach dem Abbruch, da Füllung und Stein quasi identische Materialien sind, und die geringeren Kosten bei verbesserter Dämmwirkung gegenüber anderen Dämmstoffen. Der Kostenanteil für den Mineralschaum zur Dämmung wird auf ca. 30 Cent pro Stein geschätzt.

© André Weisner (InformationsZentrum Beton)

 

 

Arbeitssicherheitsseminar mit der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Magdeburg

In gewohnter Weise fand am 28.01.2017 ein Seminar zur Arbeitssicherheit statt. Insgesamt 16 Teilnehmer des Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und des Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. (VBF Nord) wurden von den Aufsichtspersonen Wolfgang Bartsch und Peter Graap (beide BG RCI) über die verschiedenen Angebot der BG RCI informiert.

Nach der kurzen Vorstellungsrunde zur Einordnung des Kenntnisstands der Teilnehmer präsentierten Herr Bartsch und Herr Graap kurz die Struktur der BG RCI und die Zuständigkeitsbereiche mit den entsprechenden Präventionszentren. Leider bewegen sich die aktuellen Unfallzahlen der Branche noch immer auf dem Niveau des Vorjahres. Mit Hilfe einiger Fallbeispiele aus der Praxis wurde schnell deutlich, dass viele Arbeitsunfälle infolge fehlender Kommunikation, aber auch durch Manipulation oder falsche Nutzung technischer Einrichtungen entstehen.

Die BG RCI stellt hierzu umfangreiche Materialien und Angebot zur Verfügung, wie Handlungshilfen zu Erstellung von praxisgerechten Gefährdungsbeurteilungen. Ende 2017 soll zudem die neue Branchenregel "Betonfertigteile" präsentiert werden, die zusammen mit Firmen entwickelt wurde. Mit der Branchenregel soll dann auch für die Betonfertigteilbranche ein umfassendes Informationsheft bereitgestellt werden.

Die nächsten Seminare zur Arbeitssicherheit werden am 07.11.2017 in Soltau und 25.01.2018 in Magdeburg stattfinden. 

 

 

 

11. Treffen des Arbeitskreises Kleinkläranlagen am 11.01.2017

Am 11. Januar 2017 fand die 11. reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden neun Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Mit großer Erleichterung wurde zur Kenntnis genommen, dass sich die WG41 dagegen ausgesprochen hat, den Pit Test als alleinigen Test in der DIN EN 12566 zu verankern. Des Weiteren wurde mit großer Verwunderung aufgenommen, dass die Weiterbearbeitung der DIN 4261-1 nicht beim Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) erfolgen soll, sondern von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) übernommen wird. Bei der letzten Sitzung des nationalen Normenausschuses am 14.11.2016 in Berlin haben sich die dort versammelten Teilnehmer mit großer Mehrheit für eine Weiterbearbeitung beim DIN ausgesprochen. Derzeit wird geprüft, ob man rechtlich  gegen diese Vorgehensweise vorgeht, da bei der DWA kein Hersteller von Kleinkläranlagen vertreten ist.

Ein großer Schritt in Richtung Fertigstellung des Leitfadens wurde ebenfalls getätigt. Unter neuem Namen "Merkblatt Kleinkläranlagen - Planung, Bau und Betrieb" soll dieser in der nächsten Sitzung am 16.03.2017 in Großburgwedel abschließend beraten werden. Die Statik für Betonbehälter für Kleinkläranlagen soll ebenfalls in der nächsten Sitzung erneut thematisiert werden.

Foto: AK Kleinkläranlagen

 

 

 

Mitgliederversammlung des Berufsförderungswerks für die Beton- und Fertigteilindustrie (BBF) am 24.10.2016

Am 24. und 25. Oktober 2016 fand unter reger Beteiligung in Hamburg die Mitgliederversammlung des Berufsförderungswerks für die Beton- und Fertigteilindustrie e. V. (BBF) statt. Der Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord e. V. ist nach kurzer Unterbrechung seit 2014 wieder Mitglied im BBF, da die Aus- und Weiterbildung sowie die Sicherung von Fachkräften zukünftig von größter Bedeutung sein werden und der VBF Nord sich für Ihre Belange dort engangiert.

Für das zurückliegende Jahr wurde insgesamt eine positive Bilanz gezogen und zahlreiche Projekte wurden vorangetrieben sowie neue Vorhaben begonnen. Das BBF hat nach der Neuordnung der Berufsbilder Betonfertigteilbauer/in sowie Werksteinhersteller/in an der Erstellung der sogenannten Online-Umsetzungshilfen des Bundesinstituts für Berufsbildung mitgearbeitet, um die praktische Anwendung der neuen Ausbildungsrahmenpläne zu erleichtern, Informationen zum Rahmelehrplan und Prüfungen zu veranschaulichen.

Mit dem Bundesverband Mineralische Rohstoffe e. V. und den Eckert-Schulen in Regenstauf (als Bildungseinrichtung) wurde die Planung für einen Meisterkurs für den Aufbereitungs- und Verfahrensmechaniker/in in der Steine-Erden-Industrie intensiviert. Weiterhin wurde die Internetseite www.betonfertigteilbauer.info grundlegend überarbeitet.

Die Zahl der Lehrlinge in den branchenspezifischen Berufen ist im Jahr 2015 weiter zurückgegangen.

Deutschlandweit gab es im Jahr 2015 insgesamt 198 Betonfertigteilbauer/innen (17,5 % weniger als im Vorjahr). Die Zahl der Auszubildenden zum/zur Verfahrensmechaniker/in der Steine-Erden-Industrie - Fachrichtung vorgefertigte Betonerzeugnisse sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf 66.

Eine Möglichkeit zur Fachkräftesicherung soll das in diesem Jahr genehmigte Verbundvorhaben der Beton- und Zementindustrie "BetonQuali - Informations- und Qualifizierungs-plattform" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bieten. Ziel ist es, Geringqualifizierte in der Betonbranche durch modulare Lernbausteine und weitere digitale Medien berufsbegleitend den Berufsabschluss Verfahrensmechaniker/in der Steine-Erden-Industrie zu ermöglichen.

 

 

 

10. Treffen des Arbeitskreises Kleinkläranlagen am 28.09.2016

Am 28. September 2016 fand die zehnte reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden 12 Teilnehmer, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Zentrales Thema war die anstehende Sitzung der Working Group 41 beim CEN. Der für die Überarbeitung zuständige Consultant seitens des CEN hatte im Vorfeld der Sitzung am 29. und 30.09.2016 eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen an die Teilnehmer übermittelt. Eine Anregung war, dass zukünftig nur noch der sogenannte Pit Test als alleiniger Test zum Nachweis der Standsicherheit, normativ verankert wird. Prinzipiell ist ein Bestehen dieses Test für Behälter aus Beton problemlos möglich, allerdings würden auch qualitativ schlechtere Behälter mit dünneren Wandstärken oder Behälter aus Kunststoff diesen Test bestehen, so dass der Beton ein Alleinstellungsmerkmal in Sachen Standsicherheit und Auftriebssicherheit verlieren würde. Beschlossen wurde, dass Dr. Töws vom BDZ versuchen soll, diesen Umstand zu verhindern, da dann auch die Erstellung von Musterstatiken, die von den Teilnehmern des Arbeitskreises bislang angestrebt wurden, unnütz wären. Sollte der Pit Test das alleinige Verfahren werden, ist es zwingend notwendig eine Auflast sowie die Prüfung mit simuliertem Grundwasser durchzuführen, um den sicheren Betrieb von Kleinkläranlagen auch unter außergewöhnlichen Umständen zu gewährleisten. Die Prüfergebnisse könnten dann in der Leistungserklärung und der CE-Kennzeichnung übernommen werden. Diskussionen zur geplanten Musterstatik für Betonbehälter wurden zunächst vertagt, da die Ergebnisse der CEN Sitzung abgewartet werden sollen.

Große Bedenken seitens der Hersteller bestehen zudem, wie sich die Situation ab dem 16.10.2016 darstellt, wenn die Bauregellisten zurückgezogen werden und de facto die Beurteilungsgrundlage für die bislang gültigen Zulassungsgrundsätze entällt. Nach Rücksprache mit den Oberen Wasserbehören sollen, solange keine neuen Zulassungsgrundlagen eingeführt sind, die alten weiterhin ihre Gültigkeit behalten.

Auf dem nächsten Treffen am 11. Januar 2017 soll dann weiter an dem geplanten Leitfaden gearbeitet werden, der Planern und den Unteren Wasserbehörden zur Verfügung gestellt werden soll.  

 

 

Seminar für Arbeitssicherheit mit der BG RCI

Am 7. September 2016 fand in Soltau zum dritten Mal ein Seminar zur Arbeitssicherheit in Zusammenarbeit mit der BG RCI statt. Die sechs Teilnehmer wurden von der Aufsichtsperson Maik Schlademann über verschiedene Themen und aktuelle Unterlagen der BG RCI informiert.

Zentrales Thema war erneut die Gefährdungsbeurteilung, die von den Teilnehmern in Gruppenarbeit für ein konkretes Beispiel aus deren Firmen aufgestellt und abschließend diskutiert wurde. Als Hilfe diente hier das Praxishandbuch der BG RCI bzw. eine Onlineversion des Praxishandbuchs mit Unterweisungsmodul.

Herr Schlademann stellte zudem das Programm Vision Zero, den GDA Orgacheck sowie die neu geplante Branchenregel für Betonfertigteile vor. Die Branchenregel wird großen Praxisbezug haben und rein rechtlich den Stand der Technik abbilden. Die Verbände hatten im Vorfeld bereits zur Teilnahme an der Erstellung der Branchenregel aufgerufen, damit diese möglichst praxisbezogen und anwenderfreundlich wird.

Um die Mitgliedsfirmen der Verbände weiterhin umfassend zu schulden, wird am 28.02.2017 ein weiteres Seminar zur Arbeitssicherheit in Magdeburg stattfinden.

 

 

 

Mitgliederversammlung 2016 in Hannover-Langenhagen

Am 27. Mai 2016 fand in Hannover-Langenhagen unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt. 22 Teilnehmer haben an der Versammlung teilgenommen.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Dr. Eike Bielak und den üblichen Feststellungen zu den Regularien wurde dem langjährigen Mitglied Günther Kuschmierz gedacht, der im Frühjahr des Jahres 2016 verstorben ist.

Die Tagesordnung und das Protokoll der Mitgliederversammlung von 2015 wurden in der vorgelegten Form genehmigt. Auf der Tagesordnung standen u. a. die Berichte des Vorstands und der Geschäftsführung, der Jahresabschluss 2015 sowie der Haushaltsvoranschlag 2016 und die Beitragsordnungen für das Jahr 2016 und 2017.

In seinem Bericht merkte Dr. Eike Bielak an, dass sich auf den zurückliegenden Sitzungen des Vorstands viele Gedanken über die zukünftige Aufstellung des Verbandes gemacht wurden. Hierzu zählte u. a. die klare Absteckung von Arbeitsgebieten sowie die Entwicklung seines neuen Logos und einer neuen Homepage, um den Verband modern und attraktiv für Mitgliedsfirmen, aber auch für neue Mitglieder zu gestalten.

Die Versammlung genehmigte einstimmig sowohl den Jahresabschluss 2015 als auch die Haushaltsvoranschlag und die Beitragsordnung für das Jahr 2016. Die Beitragsordnung für 2016 bleibt unverändert.

Nach Verlesung des Rechnungsprüfungsberichts und der Bestätigung der bestimmungsgemäßen Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel durch Herrn Jan Heuchert wurde dem Vorstand und der Geschäftsführung einstimmig Entlastung erteilt.

Um den Verband zukünftig noch attraktiver zu gestalten, sol leine halbe Stelle für einen Juristen im Verband geschaffen werden. Dieser soll zum einen die Rechtsanwälte Gerald Rollett und Dr. Thomas Matz entlasten (kürzere Fahrwege zu Gerichtsterminen etc.) und zum anderen weitere Rechtsgebiete (EuGH, Gewährleistung, Vertragsrecht, Vergaberecht etc.) bearbeiten können. Hierzu ist allerdings eine Anpassung der Beitragsordnung 2017 notwendig, die auch genutzt werden soll, um etwas mehr "Beitragsgerechtigkeit" zu bringen.

Nachfragen zu diesem Thema wurden durch Dr. Eike Bielak und Dr. Jens Uwe Pott beantwortet. Nach einer kurzen Diskussion hat die Versammlung einer Einstellung eines Verbandsjuristen mit einer halben Stelle und der Anpassung der Beitragsordnung 2017 einstimmig zugestimmt.

Im Anschluss an das gemeinsame Mittagessen fand eine Führung durch den Hannover Airport statt.     

Termin und Ort der nächsten Mitgliederversammlung stehen noch nicht fest.   

 

                                                                        

 

 

 

 25. JUNGUnternehmertreffen 

Am 19. und 20. Mai fand unter reger Beteiligung das 25. JUNGUnternehmertreffen in Oldenburg und Umgebung statt.

Auf Einladung der Firmen BWE-BAU Fertigteilwerk GmbH und der Verbände reisten 30 Mitglieder und Mitarbeiter nach Oldenburg. Die Teilnehmer/innen konnten sich bei Werksbesuchen und einer Exkursion nach Wilhelmshaven einen Überblick über die Region Ammerland und Friesland verschaffen. Insbesondere bei der Abendveranstaltung im OLs Brauhaus in Oldenburg und am Rande der Besichtigungen bot sich ausreichend Gelegenheit zum Austausch der Teilnehmer/innen untereinander.

 Am Donnerstagmittag empfingen Herr Thomas von Glahn und Herr Wolfgang Ehrenberg die Gäste bei der Firma BWE-BAU Fertigteilwerk in Metjendorf, einem Vorort von Oldenburg. Nach einer kleinen Stärkung präsentierten Herr von Glahn und Herr Ehrenberg in einem kurzen Vortrag die Firma BWE-BAU Fertigteilwerk GmbH und deren Tätigkeitsfelder. Bei einer Werksführung konnten sich die Gäste vom sehr hohen Qualitätsniveau der Fertigung überzeugen. Zahlreiche Ausstellungsstücke und Musterfassaden zeigten die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für Sichtbeton. Neben Architekturbeton und "normalen" konstruktiven Betonfertigteilen werden noch große Fahrzeugwaagen gefertigt. Während der Führung über das Werksgelände beantwortete Herr Ehrenberg sehr gerne die zahlreichen Fragen der Gäste.

                                                                                                                                                                                       

Mit Kaffee und Butterkuchen wurden die Teilnehmer/innen am Donnerstagnachmittag von Herrn Horst Fastenau bei der Firma Wienerberger GmbH am Standort Hude-Kirchkimmen erwartet. Zunächst nutzten viele der Teilnehmer/innen die Chance sich in der umfassenden Verkaufsausstellung über die Vielfältigkeit der Produkte der Firma Wienerberger GmbH zu informieren. Nach einer kurzen Einführung über die Firma Wienerberger GmbH im Allgemeinen und den Standort Hude-Kirchkimmen im Besonderen führte Herr Fastenau die Teilnehmer/innen über das Gelände und beantwortete zahlreiche Fragen. Insbesondere die riesige Halde an Ausschuss fiel den meisten Teilnehmern/innen mit Erstaunen auf. Allerdings wird diese bei einer Tagesproduktion von ca. 560.000 Klinkern pro Tag doch wieder in die richtigen Verhältnisse gesetzt.

Nach dem Eincheck im Hotel und einem Spaziergang durch Oldenburg bei bestem Wetter und ortskundiger Führung Herrn Steffen Plötner fanden sich alle Teilnehmer/innen im OLs Brauhaus zur Abendveranstaltung ein. Zur Einstimmung auf den Abend gab es eine "Führung" durch das Brauhaus. Nach planmäßigem "fensterln" ins Nachbargebäude wurden die Teilnehmer/innen vom Braumeister mit den Worten begrüßt: "Hiermit haben Sie bereits alles gesehen". Ein Großteil der Bierspezialitäten wird außerhäusig gebraut und im Brauhaus selber nur kleinere Mengen für den Ausschank und den Fassvertrieb im Brauhaus. Der Stimmung tat dies allerdings keinen Abbruch. Die anekdotenreichen Schilderungen des Braumeisters rund ums Bierbrauen und Biertrinken wurden mit Unterstützung von Bierproben verschiedener Sorten aufgenommen. Beim Verköstigen der letzten Sorte Bier, einem Indian Pale, konnte man postwendend am Gesicht des Probanden ablesen, ob das Bier mundet oder nicht.

                                                                                                    

Am Freitag stand nach dem Frühstück und einer kurzen Fahrt durch Friesland die Besichtigung des JadeWeserPorts an, dem durch die Bundesländer Bremen und Niedersachsen finanzierten Tiefwasserhafen an der Innenjade. Durch ein aufwendiges Bauverfahren wurden insgesamt 290 ha Land neu aufgespült und eine 1.725 Meter lange Kaimauer betoniert, an der auch die größten Containerschiffe der Welt entladen werden können. Auf einer einstündigen Busfahrt über das Gelände wurden insbesondere der Bau und auch der Betrieb umfassend erläutert. Insbesondere die aufwendigen und sehr teuren Maßnahmen zum Schutz der Rohrdommel während der Baumaßnahme und dem plötzlichen Verschwinden des Vogels unmittelbar nach Beendigung der Maßnahme sorgten für große Erheiterung.

                             

 

 

 

9. Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen am 07.04.2016

Am 07.04.2016 fand die neunte reguläre Sitzung des Arbeitskreises Kleinkläranlagen in Großburgwedel statt. Die anwesenden 11 Teilnehmer/innen, vorrangig Hersteller von Kleinkläranlagen aus dem gesamten Bundesgebiet, nutzten das Treffen zum intensiven fachlichen Austausch.

Zentrales Thema war die Möglichkeit zur Berechnung von Betonbehältern und der Validierung der Berechnung durch praktische Versuche. Insbesondere der Übergang von der Bodenplatte zur Wandung bei unbewehrten Bauteilen wurde bislang immer als kritisch betrachtet. Mit dem geplanten Versuchsprogramm soll nun in einem umfassenden deutschlandweiten Ringversuch die Eignung dieser Methode nachgewiesen werden. Die Kosten für den Ringversuch sollen von möglichst vielen Herstellerfirmen getragen werden. Die Verbände Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und der VBF Nord sowie das Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung e. V. werden hierfür intensiv werben.

Neben den standardmäßigen Berichten aus den Normungsgremien durch Dr. Seyffert (UVMB) und Dr. Ewert (VBF Nord), wurde von Dr. Töws über die Arbeit des BDZ berichtet.

Auf dem nächsten Treffen am 28.09.2016 soll dann intensiv weiter an dem Leitfaden gearbeitet werden, der Planern und den unteren Wasserbehörden zur Verfügung gestellt werden soll. 

 

 

7. Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter am 05.04.2016

Am 05.04.2016 fand in Nuthe-Urstromtal das 7. Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter auf Einladung der Firma KLEBL GmbH und der Verbände statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Jens Ewert (VBF Nord) und einer kurzen Vorstellungsrund wurde über wichtige die Branche betreffende Themen diskutiert. Bereits bei der Vorstellungsrunde kam das Thema Ausbildung und Gewinnung von Fachkräften auf, das intensiv diskutiert wurde, so dass beschlossen wurde, dieses beim nächsten Treffen auf die Tagesordnung zu nehmen.

Ein zentrales Thema war die nicht zufriedenstellende Situation zur Beschreibung von Sichtbetonoberflächen bei Betonfertigteilen. Hier sollten Lösungsvorschläge erarbeitet werden, die als Grundlage für Gespräche mit der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e. V. dienen soll, um ein gemeinsames Merkblatt für den Anwender (insbesondere Planer und ausschreibende Stellen) zu erstellen.

Dr. Jens Uwe Pott und Dr. Ewert informierten über aktuelle Normungsprojekte. Nochmals aufgezeigt wurde, dass die beteiligten Verbände in allen für die Branche entscheidenden Normungsgremien sitzen und dort an der Entscheidungsfindung beteiligt sind. Hierbei fehlt allerdings häufig die Zuarbeit aus den Firmen, um die Normen praxisgerechter zu gestalten. Sowohl in der Mitgliederinfo des UVMB und im Rundschreiben des VBF Nord sind jeweils Hinweise zu aktuellen Normungsprojekten und Normen die zum Einspruch stehen aufgeführt. Des WEiteren sollen zukünftig die Mitglieder des Arbeitskreises direkt angeschrieben werden.

Dr. Ewert informiert über die vergangenen und bevorstehenden Seminare, bei denen auch gezielt Workshops oder Themen für Betonfertigteile oder Betonwaren angeboten werden. Die Seminare zur Arbeitssicherheit finden weiterhin in Zusammenarbeit mit der BG RCI im Herbst in Soltau und im Winter in Barleben statt. Die angebotenen Praxisseminare zum sicheren Transport von Betonteilen auf Straßenfahrzeugen in Zusammenarbeit mit der ALS Seminare und Service GmbH wurden sehr positiv angenommen, so dass vermutlich noch weitere Seminare geplant werden.

Vor dem Mittagessen führte Herr Nopp von der Firma KLEBL GmbH die Teilnehmer durch das Werk Frankenförde und erläuterte die Produktion und interessante Fakten zum Werk selber.

Zum Abschluss stand mit der Besichtigung des Flughafens Berlin-Brandenburg BER ein Highlight auf dem Programm. Während der Führung über das Gelände und durch das Terminalgebäude sorgten die genannten Zahlen zu laufenden Kosten und bislang entstandenen Kosten für großes Erstaunen bei den Teilnehmern.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises Betriebsleiter soll im Herbst 2016 stattfinden.   

                                          

 

Seminar zur Ladungssicherung am 02.03.2016 in Großburgwedel

Im Rahmen der Seminarreihe zur Ladungssicherung fand am 02.03.2016 in Großburgwedel zunächst das letzte Seminar statt. Schwerpunktmäßig wurde die Verladung von Rohren und Schächten behandelt sowie die Verladung von Betonbruch und geprüften Betonbauteilen im offenen Container diskutiert.

Als Referent stand Herr Lampen von der Firma ALS Seminare und Service GmbH bereit, der den insgesamt acht Teilnehmern aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit bei der Polizei mit vielen positiven und negativen Beispielen zur Ladungssicherung die häufig auftretenden Probleme und Konsequenzen praxisnah erläuterte.

Für den Praxisteil wurde von einer Spedition ein LKW mit Auflieger bereitgestellt, auf den Rohre und Schächte verladen und von den Teilnehmern unter der Aufsicht von Herrn Lampen gesichert wurden. Mit Erstaunen wurde mit einem Messgerät die aufgebrachte Vorspannkraft bei einigen Spanngurten kontrolliert. Beim Verladen wurde deutlich, dass Theorie und Praxis manchmal nicht offenkundig im ersten Schritt vereinbar sind und die Sicherung der Ladung mit einigem Aufwand und Ideenreichtum verbunden ist. Im Theorieteil wurden neben den physikalischen Grundlagen zur Ladungssicherung insbesondere die Rechtslage und die Haftungskette für die an der Verladung beteiligten Personen erläutert.

 

 

Arbeitssicherheitsseminar mit der BG RCI am 16.02.2016 in Magdeburg

In gewohnter Weise fand am 16.02.2016 ein Seminar zur Arbeitssicherheit statt. Insgesamt 21 Teilnehmer des Unternehmerverbandes Mineralische Baustoffe (UVMB) e. V. und des Verbandes Beton- und Fertigteilindustrie Nord (VBF Nord ) e. V. wurden von den Aufsichtspersonen Wolfgang Bartsch und Udo Stölzner (beide BG RCI) über die verschiedenen Angebote der BG RCI informiert.

Neben dem straffen Programm konnten Herr Bartsch und Herr Stölzner auch viele aktuelle Fragen zu den Themen Sicherheitspass, Benutzung von Fahrzeugen bei öffentlichen und halböffentlichen Firmengelände und zur Umsetzung der Helmtragepflicht bzw. zur Realisierung von ausgewiesenen Bereichen mit Helmtragepflicht beantworten.

Nach der kurzen Vorstellungsrunde zur Einordnung des Kenntnisstands der Teilnehmer präsentierten Herr Bartsch und Herr Stölzner die neue Struktur der BG RCI, die neuen Zuständigkeitsbereiche sowie die aktuellen Unfallzahlen. Passend hierzu wurde die neue Präventionsstrategie "VISION ZERO. Null Unfälle - gesund arbeiten!" und der dazugehörige Leitfaden der BG RCI vorstellt, um die Zahl der tödlichen und schweren Arbeitsunfälle weiter zu reduzieren.

Viele Teilnehmer besuchten zum ersten Mal ein Seminar zur Arbeitssicherheit, so dass die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung ein zentrales Thema beim Seminar war. Auch die Arbeit und der Umgang mit den zahlreichen Hilfsmitteln der BG RCI konnte von den Teilnehmern interaktiv geübt werden.

Abschließend wurde zur Mitarbeit bei der neuen Branchenregel für Betonfertigteile aufgerufen. Hierzu suchen die einzelnen Arbeitskreise noch interessierte Firmen, die ihr Know-how einbringen wollen.

Die nächsten Seminare zur Arbeitssicherheit werden im Herbst 2016 in Soltau und im Frühjahr 2017 in Magdeburg stattfinden.

                      

 

 

Seminar zur Ladungssicherung am 09.02.2016 in Sömmerda

Im Rahmen der Seminarreihe zur Ladungssicherung fand am 09.02.2016 ein Seminar für die Mitarbeiter der P.V. Gruppe aus verschiedenen Standorten statt. Schwerpunktmäßig wurde die Verladung von Rohren und Schächten bearbeitet. Für zwei Mitarbeiter aus dem Standort Nordhausen wurden ergänzend viele Fragen zum Transport flächiger Bauteile beantwortet.

Als Referent konnte Herr Schulz von der Firma ALS Seminare und Service GmbH gewonnen werden, der den insgesamt 12 Teilnehmern aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit bei der Polizei (u. a. auch die Kontrolle der Ladungssicherung) mit vielen positiven und negativen Beispielen zur Ladungssicherung die häufig auftretenden Probleme und Konsequenzen praxisnah erläuterte.

Für den Praxisteil stand auf dem Hof ein mit Standardprodukten zur Entwässerung beladener LKW bereit. Dieser wurde so wie üblich beladen und durch Herrn Schulz eine imaginäre Kontrolle durchgeführt. Neben der Kontrolle der Vorspannkraft bei einigen Spanngurten wurde deutlich, dass Theorie und Praxis manchmal nicht offenkundig im ersten Schritt vereinbar sind. Problem war eine Ladelücke, die geschlossen werden musste bzw. durch das Anlegen einer Kopfschlinge gesichert werden müsste. Nach einer angeregten Diskussion wurde schließlich eine praxisnahe Möglichkeit entwickelt eine Kopfschlinge bei Schachtteilen anzulegen, wenn diese nicht formschlüssig verladen werden können.

                                       

 

 

Seminar zur Ladungssicherung am 15.01.2016 in Rinteln

Auf Einladung der Verbände fand am 15.01.2016 mit der freundlichen Unterstützung der Firma WESER Bauelemente-Werk GmbH ein weiteres Seminar zur Ladungssicherung in Rinteln statt. Als Referent konnte Herr Kluge  von der Firma ALS Seminare und Service GmbH gewonnen werden, der den 14 Teilnehmern aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Polizeihauptkommissar bei der Autobahnpolizei Osnabrück mit vielen positiven und negativen Beispielen zur Ladungssicherung die häufig auftretenden Probleme und Konsequenzen praxisnah erläutern konnte. Das Seminar wurde mit besonderem Schwerpunkt auf paketierfähige Betonwaren ausgelegt. Während des Praxisteils auf dem Hof wurde allerdings deutlich, dass die Verladung, trotz Verwendung von Europoolpaletten, für alle Hersteller zum Teil sehr kniffelig ist.

Durch die unterschiedlichen Abmaße der Produkte, die nicht passend zu den Palettenmaßen sind, entstehen bereits auf der Palette Ladelücken, die nur aufwendig geschlossen werden können. Hilfreich ist hierbei die Bildung von transportsicheren Ladeeinheiten, z. B. durch Umbänderung. Inwieweit Kunststoffschrumpfhauben zur Bildung einer Ladeeinheit beitragen können, ist in der Praxis allerdings umstritten, da die Schrumpfhaube durch die scharfen Kanten der Betonprodukte häufig beschädigt wird.

Neben dem lebhaft gestalteten Praxisteil konnte Herr Kluge den Teilnehmern auch viele Fragen zur Haftungskette bei der Verladung beantworten.